
Der Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzug wird vom 17. April am späten Abend für sieben Wochen bis voraussichtlich 5. Juni für alle Verkehrsteilnehmer sowie für Fußgänger vollständig gesperrt. Für die Straßenbahn bleibt die wichtige Verbindung über Ruhr und Hafenkanal sogar noch länger dicht und soll erst ab dem 10. Juli wieder befahrbar sein. In Duisburg hat das erhebliche Auswirkungen auf den Nahverkehr. Busse und Bahnen der DVG können den Brückenzug ab dem 18. April nicht mehr befahren. „Aus diesem Grund können die ÖPNV-Verbindungen zwischen Beeck, Laar, Ruhrort und der Innenstadt nur über Meiderich und die Bahnlinien 903 und U79 erfolgen“, teilt die DVG in einer Pressemitteilung mit. Das plant die DVG für den ÖPNV:
Konzept der DVG in der 1. Bauphase
Von Samstag (18 04., Betriebsbeginn) bis Freitag (5.04.,Betriebsende), ist der Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Scholtenhofstraße“ und „Landesarchiv NRW“ getrennt. Die DVG erklärt dazu: „Zwischen Ruhrort, Meiderich und der Innenstadt müssen die Fahrgäste über den Stadtteil Meiderich fahren.“ Dafür richtet die DVG ab „Scholtenhofstraße“ einen Shuttle-Bus bis „Meiderich Bahnhof“ ein. Dort besteht Anschluss an die Stadtbahnlinien U79 und 903 in Richtung Innenstadt. Ergänzend verkehren weiterhin Busse und Bahnen zwischen Meiderich und Ruhrort, darunter die Linien 916 und 917 sowie die Regionalbahn RB36, die jeweils im Halbstundentakt fahren. Die Linie 917 bindet zusätzlich die Stadtteile Laar und Beeck an. Auf der Straßenbahnlinie 901 entfallen während der Bauarbeiten mehrere Haltestellen. Betroffen sind „Albertstraße“, „Kaßlerfelder Straße“ sowie „Karlstraße“.
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG bittet ihre Fahrgäste, auf alternative Haltestellen auszuweichen. So kann an der Haltestelle „Landesarchiv NRW“ auf die Linie 937 umgestiegen werden. "Für den Bereich Ruhrort stehen zudem die Haltestellen „Tausendfensterhaus“ und „Verteilerkreis Ruhrort“ als Ersatz zur Verfügung", informiert die DVG.
Konzept der DVG in der 2. Bauphase
Ab dem 6. Juni gehen die Arbeiten am OB-Karl-Lehr-Brückenzug in die zweite Bauphase über. Dann wird die Brücke wieder für den Auto-, Rad- und Fußverkehr freigegeben, lediglich die Straßenbahnen können sie weiterhin nicht nutzen. Grund dafür sind laut Stadt die aufwendigeren Anschlussarbeiten an den Gleisanlagen. Die DVG kündigt an: „In der Zeit fahren Busse statt Bahnen auf der Linie 901 zwischen den Haltestellen „Scholtenhofstraße“ und „Landesarchiv NRW“."
Warum wird die Karl-Lehr-Brücke gesperrt?
Die Sperrung ist notwendig, um den Neubau der Brücke abzuschließen. Die Karl-Lehr-Brücke wurde zunächst neben seiner ursprünglichen Position errichtet, damit der Verkehr möglichst lange weiterlaufen konnte. Nun wird die neue Brücke im Rahmen eines sogenannten Querverschubs um rund 34 Meter in ihre endgültige Lage verschoben. Dafür müssen unter anderem alte Brückenteile zurückgebaut sowie Straßen, Leitungen und Gleise neu angeschlossen werden, weshalb eine vollständige Sperrung unvermeidbar ist.