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Neues Kapitel für Rhein Fire
© Rhein Fire
Neues Kapitel für Rhein Fire
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Neues Kapitel für Rhein Fire

Eine neue Liga, ein neuer Headcoach und fast ein neuer Name. Alle Veränderungen bei Rhein Fire findet ihr hier im Überblick:

Veröffentlicht: Freitag, 09.01.2026 13:56

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Die American Football Mannschaft Rhein Fire bereitet sich auf die Saison 2026 vor – dabei wurden einige Veränderungen getroffen, sowohl beim Personal als auch beim Spielbetrieb. Schon seit Ende 2025 steht fest, dass Rhein Fire in der kommenden Saison 2026 in einer neuen Liga spielen wird. Rhein Fire ist Gründungsmitglied der American Football League Europe (AFLE), die von einem US-amerikanischen Family Office finanziert wird und sich kurz The League Europe nennt. Die neue Liga vereint zum aktuellen Zeitpunkt Teams aus sechs europäischen Ländern und verspricht langfristige finanzielle Stabilität.

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NFL sichert Rhein Fire die Namensrechte

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Monatelang sah es so aus, als müsse sich Rhein Fire einen neuen Teamnamen aussuchen. Ursprünglich lagen die Namensrechte nämlich bei der amerikanischen National Football League (NFL), die die Rechte wiederum an die European League of Football (ELF) unterlizensiert hat. Nachdem Rhein Fire schon im September bekannt gegeben hatte, dass sie nicht länger Teil der ELF sein werden, machte die ELF klar, dass sie nicht vorhaben, die Namensrechte abzugeben. Somit stand Rhein Fire vor der beachtlichen Aufgabe, sich einen neuen Namen suchen zu müssen. Ein Namenscontest wurde ins Leben gerufen, bei dem innerhalb von vier Wochen mehr als 2.000 Vorschläge von Fans eingegangen sind. Geplant war die Verkündung des neuen Namens bei der Fan-Party im Clayton Hotel in Düsseldorf am 6. Dezember 2025. Immer wieder betonte Rhein Fire Geschäftsführer Daniel Thywissen, dass er jede Gelegenheit nutzen werde, um den Namen behalten zu können. Zum Start in die Adventszeit erreichte das Franchise dann eine besondere Nachricht aus der New Yorker NFL-Zentrale: Der Champion von 2023 und 2024 kann auch weiterhin unter dem Namen Rhein Fire antreten. Die Verantwortlichen der US-Profiliga haben der Number One Sportbetriebs GmbH die weitere Nutzung des Teamnamens angeboten – Rhein Fire Geschäftsführer Thywissen hat da natürlich sofort zugestimmt.

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Von Los Angeles an den Rhein: Ein Coach mit klarer Vision

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Rhein Fire startet mit einem neuen Gesicht an der Seitenlinie in die Saison 2026. Der zweimalige Champion der European League of Football holt mit Mark Ridgley einen Coach mit acht Jahren NFL-Erfahrung nach Duisburg. Eine Entscheidung, die Signalwirkung hat – und zeigt, wohin die Reise des Franchise in der neu gegründeten American Football League Europe gehen soll. Von 2012 bis 2020 gehörte der heute 40-Jährige zum Trainerteam der San Diego beziehungsweise Los Angeles Chargers. Was als "Coaching Administrative Assistant" begann, entwickelte sich zur Verantwortung als Running Backs Coach – eine steile Karriere in der stärksten Football-Liga der Welt.

"Meine Zeit in der NFL hat mich gelehrt, dass auf höchstem Niveau die kleinsten Details den größten Unterschied machen", erklärt Ridgley seinen Ansatz. Diese Philosophie will er nun nach Deutschland bringen: zielgerichtete Vorbereitung, Verantwortungsbewusstsein in jeder Handlung und ein hoher Anspruch an die tägliche Arbeit. Doch der US-Amerikaner ist kein unbeschriebenes Blatt in Europa. Bei den Madrid Bravos und als Cheftrainer der Fehérvár Enthroners sammelte er bereits internationale Erfahrung. Zudem kennt er beide Seiten des Spiels: Im College-Football trainierte er zwischen 2004 und 2009 defensive Positionsgruppen an den Universitäten von Pittsburgh und Central Michigan.

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Mark Ridgley ist neuer Headcoach.
© Rhein Fire
Mark Ridgley ist neuer Headcoach.
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Rohat Dagdelen wird Sportdirektor bei Rhein Fire – Vom Quarterback zur Führungsrolle

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Der zweimalige European Champion Rhein Fire setzt auf Kontinuität und befördert einen seiner prägendsten Spieler in eine Schlüsselposition: Rohat Dagdelen übernimmt ab sofort die Rolle des Sportdirektors. Der 28-jährige Quarterback, der seit der ersten Stunde Teil des Franchise ist, verantwortet künftig die sportliche Ausrichtung, Kaderplanung und das Recruiting – und schreibt damit eine bemerkenswerte Karrieregeschichte. Seit Wochen ist Rohat Dagdelens Alltag geprägt von Videoanalysen, Telefonaten und persönlichen Gesprächen mit potenziellen Spielern und Trainern. Der gebürtige Düsseldorfer, der von Beginn an das Trikot von Rhein Fire trug, macht damit den nächsten großen Schritt seiner Football-Karriere. "Ich fühle mich geehrt, die sportliche Linie der Franchise mitgestalten zu dürfen und zu stärken, wofür Rhein Fire steht", erklärt Dagdelen. Sein Ziel ist klar: Das Team weiterentwickeln und Rhein Fire auch im nächsten Jahr wieder in Europa aufleuchten lassen.

In der vergangenen Saison rutschte Dagdelen eher zufällig in die Trainerrolle – und bewies schnell sein außergewöhnliches Potenzial. Als Quarterback und Spielertrainer in Personalunion setzte er früh wichtige Impulse bei der Erstellung von Gameplans und im Playcalling. Nach dem Auswärtssieg in Wien lobten seine Mitspieler besonders sein taktisches Know-how und die klare, strukturierte Kommunikation in der Vorbereitung. Eine schwere Knieverletzung im Heimspiel gegen Berlin Thunder beendete seine aktive Spielzeit vorzeitig – doch für Dagdelen öffnete sich eine neue Tür. Seitdem arbeitete er offiziell als Offensive Coordinator und prägt die taktische Ausrichtung des Teams maßgeblich mit.

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Neuer Sportdirektor Rohat Dagdelen.
© Rhein Fire
Neuer Sportdirektor Rohat Dagdelen.
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Christoph Lörcks komplettiert die neue Führungsriege als General Manager

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Parallel zu Dagdelens Beförderung verstärkt Christoph Lörcks das Management-Team von Rhein Fire. Der 53-jährige Sportwissenschaftler übernimmt die Position des General Managers und bringt umfangreiche Erfahrung aus verschiedenen Sportbereichen mit. "Rhein Fire ist für mich das führende American-Football-Franchise in Europa", betont Lörcks. "Die Chance, diese Franchise aktiv mitzugestalten, ist ein großer Antrieb für mich." Lörcks arbeitete bereits bewusst im Hintergrund, um sich ein vollständiges Bild zu verschaffen. Bis Ende 2024 war er in unterschiedlichen Funktionen für die Cologne Centurions tätig und trug als General Manager dazu bei, dass das Team sportlich überraschen konnte – mit einem ausgeglichenen Saisonrekord und Siegen gegen Topteams.

Eine besondere Note erhält die Konstellation durch Lörcks' Sohn Jannik, der als Wide Receiver für Rhein Fire aufläuft. Vater und Sohn haben bereits 2024 in Köln erfolgreich zusammengearbeitet – damals als General Manager und Spieler. Beide betonen, dass sie ihre Rollen klar trennen und rein professionell ausfüllen. Als zweifacher 24-Stunden-MTB-Weltmeister und Europameister kennt Christoph Lörcks die Anforderungen an Leistung, Fokus und Belastungssteuerung aus eigener Erfahrung. "Im Leistungssport gewinnt man nicht allein durch Talent, sondern durch Struktur, Disziplin und eine klare Idee", sagt er.

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Sechs Heimspiele in der MSV-Arena geplant

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Rhein Fire trägt seine Heimspiele auch in der kommenden Saison in der MSV-Arena aus – sechs Mal werden die Fans ihre Mannschaft dort anfeuern können. Der Dauerkartenvorverkauf startet in Kürze, während General Manager Christoph Lörcks und Sportdirektor Rohat Dagdelen bereits intensiv am Kader für die Premierensaison in der American Football League Europe arbeiten. Am 6. September 2026 findet zudem das erste AFLE-Finale in Deutschland statt.

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Fans feuern Rhein Fire im Stadion an.
© Kerstin Bögeholz / FUNKE Foto Services
Fans feuern Rhein Fire im Stadion an.
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Rhein Fire lädt zur Super Bowl Watch Party ins Stahlwerk Düsseldorf

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Am 8. Februar 2026 verwandelt sich das Stahlwerk Düsseldorf in ein Football-Paradies: Rhein Fire veranstaltet eine große Watch Party zum Super Bowl. Fans können das NFL-Finale gemeinsam mit Spielern und Trainern des zweimaligen Champions verfolgen. Bereits ab 20 Uhr – noch vor dem Kick-off – lohnt sich der Besuch im Stahlwerk an der Ronsdorfer Straße. Spieler und Trainer von Rhein Fire stehen im Talk mit den Stadionsprechern für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung bietet damit einen ersten Einblick in die kommende Premierensaison der neuen American Football League Europe.

Ein besonderes Highlight des Abends: Das neue Cheerleading Team Pyromaniacs feiert seinen ersten öffentlichen Auftritt. Nach dem Try-out am 14. Dezember präsentieren sich die Pyros 2026 erstmals dem Publikum – eine Premiere, die Football-Atmosphäre und Entertainment vereint. Die Watch Party bietet mehr als nur Spitzensport auf der Leinwand. Partner und Sponsoren sorgen mit verschiedenen Aktionen für Vorfreude auf die Rhein Fire-Saison 2026. Fans können exklusive Merchandise-Artikel erwerben und sich mit typisch amerikanischen Gerichten zu fanfreundlichen Preisen versorgen. Tickets für die Rhein Fire Watch Party sind ab sofort für 39,90 Euro erhältlich unter: https://www.universe.com/events/die-grosse-football-watchparty-zum-superbowl-2026-tickets-Z23PTF

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Noch mehr Rhein Fire im Podcast

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Alle aktuellen Infos rund um Rhein Fire bekommt ihr auch im Radio Duisburg Podcast Touchdown Duisburg. Dort gibt es monatlich Updates über Spieler, Trainer und die Ligaentwicklung mit spannenden Gesprächen und einem Blick hinter die Kulissen des besten Football-Franchise Europas. Zum Start der regulären Saison erscheint dann, so wie im Jahr zuvor auch, wieder wöchentlich eine Folge Touchdown Duisburg. Hören könnt ihr den Podcast hier oder überall da, wo es Podcast gibt.

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Podcast "Touchdown Duisburg"
© Radio Duisburg
Podcast "Touchdown Duisburg"
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Autorin: Julia Wegner

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