
Wer heute zur Arbeit oder zur Schule musste brauchte heute vor allem eines: Geduld. Die Gewerkschaft ver.di hatte heute (02.02.26) zum Streik bei der DVG aufgerufen und den Bus- und Bahnverkehr weitestgehend lahmgelegt. Die Ausfälle im Nahverkehr führten auch zu langen Staus auf den Straßen.
Kundgebung vor dem Rathaus
Vor dem Rathaus trafen sich die streikenden Bus- und Bahnfahrerinnen und -fahrer zu einer Kundgebung. Rund hundert Streikende forderten bessere Arbeitsbedingungen, nachdem in der zweiten Verhandlungsrunde kein konkretes Angebot von den Arbeitgebern vorgelegt wurde.
Unter den Streikenden war auch der 62 Jährige Christian. Er wünscht sich mehr Wertschätzung.
"Straßenbahnfahrer heutzutage haben so viel Ärger und Stress, die Verantwortung für mehr als 100 Leute in so einer Straßenbahn."
Vor allem Pendler betroffen
Forderungen wie höherer Lohn, längere Pausenzeiten und mehr Geld für Auszubildene richten sich zwar an die Arbeitgeber, trotzdem sind vor allem Pendler vom Streik betroffen. Das weiß auch Kerstin:
"Würden wir nicht streiken, würde nichts passieren. Leider treffen wir immer die Kunden und das tut uns allen unglaublich leid, aber wir haben keine anderen Möglichkeiten unsere Forderungen durchzusetzen."
Es heißt also: durchhalten, zumindest noch heute. Ab morgen ist der Streik dann offiziell beendet und Busse und Bahnen fahren wieder normal.