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Niedrigwasser setzt Schifffahrt weiter zu
© Eugen Shkolnikov
Binnenschiffer fordern Investitionen
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Niedrigwasser setzt Schifffahrt weiter zu

Die Duisburger Binnenschifffahrt fordert wegen niedriger Rheinpegel mehr Planungssicherheit vom Bund. Warum es jetzt um neue Schiffe und viel Geld geht.

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Die schwierige Lage der Binnenschifffahrt beschäftigt weiter auch Unternehmen aus Duisburg. Nach einer Schaltkonferenz der Verkehrsminister zu niedrigen Pegelständen fordert die Branche vom Bund mehr Klarheit bei der Erneuerung der Flotten. Konkret geht es um Schiffe, die auch bei Niedrigwasser besser einsetzbar sind. Der Geschäftsführer von HGK Shipping mit Sitz in Duisburg, Steffen Bauer, verlangt dafür einen verlässlichen Investitionsrahmen bis 2035. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, nur so entstehe genug Planungssicherheit für Neubauten. HGK Shipping betreibt nach eigenen Angaben mehr als 300 Schiffe. Diese sind vor allem auf dem Rhein und seinen Nebenflüssen unterwegs.

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Rhein in Duisburg: Niedrige Pegel belasten die Schifffahrt

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Hintergrund sind die anhaltend niedrigen Wasserstände auf dem Rhein. Wenn der Pegel sinkt, können viele Binnenschiffe nicht mehr voll beladen fahren. Das verringert die Transportkapazität und verteuert Lieferketten. Genau das ist in Duisburg schon seit Monaten Thema. Radio Duisburg hatte zuletzt berichtet, dass die Trockenheit sogar Folgen für Thyssenkrupp Steel hat. Das Unternehmen musste seine Logistik anpassen und die Produktion im Duisburger Werk etwas drosseln. Schon im Frühjahr hatte es wegen Niedrigwassers Einschränkungen für die Schifffahrt auf dem Rhein gegeben.

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Millionen-Investitionen für moderne Güterschiffe geplant

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Nach Vorstellung von HGK Shipping sollte in ganz Europa der Bau von 1.000 modernen Güterbinnenschiffen angestoßen werden. Steffen Bauer spricht von einem Investitionspotenzial von bis zu 12,5 Milliarden Euro. Pro Schiff veranschlagt er Kosten von 12,5 Millionen Euro. Aus Sicht des Unternehmens sollte die Bundesregierung dabei eine führende Rolle übernehmen und mit einem langfristigen Förderrahmen private Investitionen auslösen. Bauer begründet das mit den Klimaprognosen und der Erwartung, dass sich die Niedrigwasserlage weiter verschärfen könnte. Deshalb brauche es Schiffe, die an geringere Wasserstände angepasst sind.

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Bund soll Förderung für die Binnenschifffahrt fortsetzen

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Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums gibt es seit 2024 ein Förderprogramm zur nachhaltigen Modernisierung von Binnenschiffen. Verkehrsminister Steffen Bilger hat sich laut dpa für einen Fortbestand ausgesprochen. Demnach soll die Rückmeldung aus der Branche nun in die parlamentarischen Haushaltsberatungen eingebracht werden. Für Duisburg ist das Thema besonders wichtig, weil der Rhein und der Hafen zentrale Verkehrs- und Wirtschaftsachsen sind. Bereits im März wurde im Duisburger Hafen weniger Güterumschlag am Rhein registriert als im Vorjahr. Umso genauer schaut die Branche jetzt auf die Entscheidungen aus Berlin.

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