
Bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann in Duisburg-Hüttenheim soll der größte Elektrolichtbogenofen Deutschlands gebaut werden. Der Vertrag dafür wurde am 28. Juli 2026 zwischen HKM und der Tenova Projects GmbH unterzeichnet. Der Bau soll noch im August 2026 starten. Geplant ist, dass die neue Anlage 2029 in Betrieb geht. Die Kapazität wird mit 2,5 Millionen Tonnen angegeben. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt für die künftige Stahlproduktion am Standort Duisburg. Wir haben berichtet.
Neuer Ofen für den Stahlstandort
Der neue Elektrolichtbogenofen soll die Stahlproduktion klimafreundlicher machen. Solche Anlagen arbeiten ohne fossile Energien im klassischen Produktionsverfahren und setzen stattdessen auf Strom sowie perspektivisch auch auf grünen Wasserstoff. In einem Elektrolichtbogenofen kann Stahlschrott eingeschmolzen und zu neuem Stahl verarbeitet werden. Für Duisburg ist das Vorhaben deshalb auch ein Signal für den Umbau der Industrie. Der Standort Hüttenheim bleibt nach der Übernahme durch die Salzgitter AG erhalten. Gleichzeitig ist der Umbau aber mit tiefen Veränderungen für die Beschäftigten verbunden. Hier mehr Infos.
Salzgitter übernimmt HKM komplett
Bereits Anfang 2026 hatte sich abgezeichnet, dass die Salzgitter AG HKM vollständig übernehmen will. Damit bleibt das Werk in Duisburg bestehen, allerdings nicht ohne Einschnitte. Bis Ende 2028 sollen rund 2.000 Stellen wegfallen. Für den Standort bedeutet das einerseits Zukunftsinvestitionen, andererseits aber auch einen harten Strukturwandel.