
Bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann entsteht der größte Elektrolichtbogenofen Deutschlands. Das Projekt wird mit insgesamt 200 Millionen Euro gefördert. 140 Millionen kommen von Bund, die anderen 60 Millionen kommen vom Land NRW. Mit dem Projekt kann das Unternehmen einen großen Schritt in Richtung grünere Stahlproduktion gehen.
Antrieb kommt ohne fossile Energien aus
Das Verfahren, das bei einem solchen Ofen angewendet wird, braucht keine fossilen Energien zur Produktion. Stattdessen werden erneuerbarer Strom und grüner Wasserstoff eingesetzt.
In einem Elektrolichtbogenofen kann Stahlschrott eingeschmolzen und zu neuem Stahl verarbeitet werden. Dabei werden Elektroden in den Ofen gelegt, die Hochspannung erzeugen. Es entsteht ein Lichtbogen, der das Metall erhitzt und zum Schmelzen bringt. Die Temperatur kann dabei auf bis zu 3500 Grad Celsius steigen. Im Anschluss kann der Stahl dann weiterverarbeitet werden.
Mehrere Projekte im Zuge des Industrieumbaus gefördert
Insgesamt werden zwölf Projekte von Bund und Land in NRW gefördert. Damit sollen industrielle Prozesse umweltfreundlicher werden und CO2 verbraucht werden. 78 Millionen Euro werden dafür vom Land insgesamt vor allem in drei große Projekte gesteckt. Der Elektrolichtbogenofen bekommt also einen erheblichen Teil der Fördersumme des Landes.