Anzeige
Erneuter Verdi-Streik in Duisburg
© Stefan Arend / FUNKE Foto Services
Teilen:

Erneuter Verdi-Streik in Duisburg

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) wird heute (19. März) erneut ganztägig bestreikt. Was ver.di fordert und worauf sich Fahrgäste einstellen müssen, erfahrt ihr hier.

Veröffentlicht: Donnerstag, 19.03.2026 04:07

Anzeige

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) wird heute bereits das zweite Mal innerhalb einer Woche bestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen im kommunalen Nahverkehr in NRW zu Warnstreiks aufgerufen. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen: Busse, Bahnen und der myBUS fallen komplett aus.

Anzeige

Nachtexpresslinien fahren als Notbetrieb

Anzeige

Eine Ausnahme bilden die acht Nachtexpresslinien (NE) der DVG. Diese verkehren am Streiktag nicht nur nachts, sondern ganztägig im Stundentakt. Die DVG bietet damit Fahrgästen, die zwingend auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, eine Notlösung an.

Die Nachtexpressbusse fahren nach einem vereinfachten Schema: Der NE1 beispielsweise startet normalerweise um 23.25 Uhr an der Haltestelle „Buschhauser Straße". Am Donnerstag fährt er immer um 25 Minuten nach der vollen Stunde – also um 0.25 Uhr, 1.25 Uhr, 2.25 Uhr und so weiter. Diese Systematik gilt für alle acht Nachtexpresslinien.

Anzeige

Kundencenter bleibt geschlossen

Anzeige

Auch das DVG-Kundencenter am Duisburger Hauptbahnhof ist vom Streik betroffen und bleibt am Donnerstag geschlossen. Der telefonische Kundenservice ist jedoch weiterhin erreichbar und steht für Auskünfte zur Verfügung.

Anzeige

Fahrgäste sollen Alternativen suchen

Anzeige

Die DVG appelliert an ihre Fahrgäste, sich um Fahrgemeinschaften zu bemühen oder auf S-Bahnen und Regionalzüge auszuweichen. Aktuelle Abfahrtszeiten der Nachtexpresslinien finden Reisende in der myDVG Bus&Bahn-App, an elektronischen Haltestellenanzeigern sowie im Downloadcenter auf der DVG-Webseite.

Anzeige

Was ver.di fordert

Anzeige

Die Gewerkschaft verlangt konkrete Entlastungen bei Arbeitszeit und Schichtdiensten sowie bessere Zuschläge. Ziel ist es, den Beruf langfristig attraktiver zu machen und die Verkehrsunternehmen personell zu stabilisieren. Angesichts des bundesweiten Fachkräftemangels im öffentlichen Nahverkehr eine zentrale Herausforderung. Die entscheidende dritte Verhandlungsrunde beginnt am 24. März 2026 in Bochum. Ob es dort zu einer Einigung kommt, bleibt abzuwarten – die Warnstreiks sollen den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Es ist der zweite Streiktag innerhalb einer Woche. Bereits am Dienstag, 17. März, hatte die DVG den Betrieb wegen eines Warnstreiks ganztägig eingestellt. Hier nochmal zum nachlesen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige