
Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden ehemalige (Mit-)Geschäftsführer der DVV eingeleitet. In einer Pressemitteilung heißt es, dass nach vorläufiger Sichtung und Auswertung zahlreicher umfangreicher Dokumente ein Anfangsverdacht für strafbare Handlungen bestehe.
Verdacht der Untreue
Gegen die beiden ehemaligen DVV Top-Manager Marcus Wittig und Axel Prasch besteht Verdacht auf Untreue. Außerdem werden beide verdächtigt, gegen das Betriebsverfassungsgesetz verstoßen zu haben. Konkret wird ihnen vorgeworfen, als Geschäftsführer mehreren Betriebsratsmitgliedern Leistungen versprochen bzw. gewährt zu haben, die deutlich über das übliche Maß hinausgegangen sein sollen. Damit sollen sie ihre Befugnisse als Geschäftsführer überschritten haben.
Vernichtung von Beweismaterial
Die Beschuldigten sollen nach Bekanntwerden der Vorwürfe Mitarbeitende aufgefordert haben, brisante Dokumente zu vernichten. Laut Staatsanwaltschaft besteht damit u.a. der Verdacht auf Anstiftung zur Urkundenunterdrückung und zur Sachbeschädigung. Weiterhin wird auch dem Verdacht der versuchten Strafvereitelung nachgegangen.
Razzia in den Wohnungen
Heute wurden die Wohnungen der Beschuldigten durchsucht. Bei der Razzia konnten weitere mutmaßlich beweiserhebliche Unterlagen, Mobiltelefone, Computer und Datenträger u.a. sichergestellt werden. Diese werden nun ausgewertet.
Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass bis zu einem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung gilt!