
Immer mehr gebrauchte Elektroautos kommen auf den Markt. Für viele Menschen in Duisburg kann das den Einstieg in die Elektromobilität günstiger machen. Gleichzeitig gibt es beim Kauf einige Punkte, die sich nicht sofort erkennen lassen. Anders als bei klassischen Gebrauchtwagen spielen vor allem der Zustand der Batterie, die tatsächliche Reichweite und das Ladeverhalten eine große Rolle. Darauf weist die TÜV NORD Station in Duisburg-Rheinhausen hin. Wer ein gebrauchtes E-Auto kaufen will, sollte sich deshalb wichtige Unterlagen unbedingt zeigen lassen.
Batterie-Zustand spielt in Rheinhausen eine zentrale Rolle
Nach Angaben von TÜV NORD ist der Zustand der Hochvoltbatterie der wichtigste Punkt beim Kauf eines gebrauchten E-Autos. Käuferinnen und Käufer sollten deshalb nach einem aktuellen SoH-Nachweis fragen. SoH steht für „State of Health“ und zeigt, wie viel der ursprünglichen Batteriekapazität noch vorhanden ist. „Viele schauen auf Preis, Alter und Laufleistung. Beim E-Auto lohnt es sich aber, genauer hinzusehen“, sagt Axel Nowack, Leiter der TÜV NORD Station Duisburg (Rheinhausen). „Wer wichtige Angaben nicht überprüfen kann, kauft im Zweifel mit einer größeren Unsicherheit. Deshalb sollte man sich relevante Nachweise immer zeigen lassen.“
Reichweite und Ladeverhalten im Alltag prüfen
Neben dem Batteriezustand kommt es laut TÜV NORD auch auf die Alltagstauglichkeit an. Die angegebene Reichweite sei zwar ein wichtiger Orientierungswert, im täglichen Gebrauch könne sie aber deutlich abweichen. Gründe dafür sind unter anderem Außentemperatur, Fahrweise sowie die Nutzung von Heizung oder Klimaanlage. Interessierte sollten sich Verbrauchs- und Reichweitenwerte deshalb direkt im Fahrzeug zeigen lassen und möglichst mit einer Probefahrt verbinden. Auch das Ladeverhalten spielt eine wichtige Rolle. „Hilfreich sind zudem Angaben aus Lade-Apps oder dokumentierte Praxiswerte. Wiederkehrende Ladeabbrüche oder starke Leistungsschwankungen sollten nachvollziehbar erklärt werden können“, sagt Nowack.
Unterlagen zu Garantie, Wartung und Unfällen sind wichtig
Wer ein gebrauchtes E-Auto kaufen möchte, sollte außerdem prüfen, ob noch eine Batteriegarantie besteht. Wichtig sind dabei laut TÜV NORD die Laufzeit, der Kilometerstand und mögliche Bedingungen des Herstellers. Zusätzlich sollten Serviceeinträge, Software-Updates sowie Reparaturen nachvollziehbar dokumentiert sein. Fehlen Rechnungen oder Wartungsnachweise, lässt sich der Zustand des Fahrzeugs oft nur schwer einschätzen. Auch mögliche Unfallschäden sollten möglichst schriftlich belegt werden. „Beim gebrauchten E-Auto entscheiden oft Faktoren über den Fahrzeugwert, die sich nicht auf den ersten Blick erkennen lassen“, sagt Nowack. „Wer sich relevante Unterlagen zeigen lässt und offene Fragen vor dem Kauf klärt, kann Angebote deutlich besser vergleichen und unangenehme Überraschungen vermeiden.“
Noch mehr Infos zur Elektromobilität:
Ausbau der E-Mobilität in Duisburg: https://www.radioduisburg.de/artikel/ausbau-der-e-mobilitaet-in-duisburg-2424254
TÜV-Report - weniger Autos ohne Mängel: https://www.radioduisburg.de/artikel/tuev-report-duisburg-weniger-autos-ohne-maengel-2500874
