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Ein Mechaniker beim Radwechsel (Symbolbild).
© Karin & Uwe Annas - stock.adobe.com
Ein Mechaniker beim Radwechsel (Symbolbild).
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TÜV-Report Duisburg: Weniger Autos ohne Mängel

Der aktuelle TÜV-Report ist da. In Duisburg gibt es weniger Autos ohne Mängel. Ältere Fahrzeuge fallen häufiger durch.

Veröffentlicht: Donnerstag, 20.11.2025 13:52

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Die Zahl der mängelfreien Autos ist in Duisburg gesunken. Bei den Hauptuntersuchungen von TÜV NORD im vergangenen Jahr bestanden nur noch 57,0 Prozent aller Pkw ohne Beanstandungen – 1,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Fast jedes vierte Fahrzeug musste vor der Plakette erst in die Werkstatt.

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Jedes vierte Auto mit erheblichen Mängeln

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Die Prüfer stellten bei 19,6 Prozent der Fahrzeuge geringe Mängel fest. 23,9 Prozent der Autos zeigten erhebliche Mängel und erhielten die Plakette erst nach erfolgter Reparatur. Die in Duisburg geprüften Fahrzeuge waren im Schnitt 12,5 Jahre alt und hatten 137.000 Kilometer auf dem Tacho. Seit Mai 2018 gibt es neben den bekannten Kategorien eine fünfte Bewertungsstufe: "gefährliche Mängel". Diese liegt vor, wenn ein Defekt eine unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt – etwa wenn alle Bremslichter ausgefallen sind. Statistisch wird diese Kategorie den erheblichen Mängeln zugerechnet.

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Ältere Autos fallen deutlich häufiger durch

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Ein klarer Trend zeigt sich beim Fahrzeugalter: Je älter das Auto, desto höher die Mängelquote. Bei drei Jahre alten Pkw liegt der Anteil erheblicher Mängel bei rund 6 Prozent. Bei zehn Jahre alten Fahrzeugen steigt er bereits auf 23 Prozent, bei über zwölf Jahre alten Autos sogar auf 28 Prozent. Besonders häufig treten Defekte an Bremsen, Achsaufhängung und Beleuchtung auf. Das Durchschnittsalter der bei TÜV NORD vorgestellten Fahrzeuge lag bei 10,8 Jahren.

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Materialermüdung und Verschleiß nehmen zu

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Die Ursachen sind vielfältig: Kunststoff- und Gummikomponenten verlieren ihre Elastizität, Leitungen und Steckverbindungen korrodieren, Bremsleitungen werden undicht. In älteren Fahrzeugen häufen sich zudem Fehlfunktionen bei ABS- und ESP-Systemen. Hinzu kommt: Viele Besitzer älterer Autos schieben regelmäßige Inspektionen aus Kostengründen auf. Ersatzteile sind teurer oder schwerer zu beschaffen. Das Risiko plötzlicher Ausfälle durch defekte Beleuchtung, Bremsen oder Motorsteuerungen steigt dadurch deutlich.

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Hauptuntersuchung als Sicherheitsnetz

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Der TÜV-Report 2026 basiert auf der Auswertung aller Hauptuntersuchungen zwischen Juni 2024 und Juni 2025. Bundesweit wurden diese an mehr als 250 TÜV NORD-Stationen und in über 10.000 Partnerwerkstätten durchgeführt. "Der Fahrzeugbestand wird zunehmend älter – regelmäßige Pflege und Wartung sind daher entscheidend, um die Verkehrssicherheit langfristig zu gewährleisten", betont Gianncarlo Oliva, Stationsleiter bei TÜV NORD. Gerade bei älteren Fahrzeugen seien verantwortungsvoller Umgang und rechtzeitige Reparaturen wichtig, um Pannen und Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Die unabhängige Hauptuntersuchung sorgt dafür, dass Fahrzeuge mit technischen Mängeln erkannt und zur Reparatur zurückgeführt werden. Dieser Mechanismus trägt wesentlich dazu bei, dass Autofahrer regelmäßig in den guten technischen Zustand ihrer Fahrzeuge investieren – zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.

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