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Duisburg fordert mehr Hilfe in der Finanzkrise
© Foto: Olaf Fuhrmann / Funke Foto Services
schwierige Zeiten für Stadtkämmerer Martin Murrack
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Duisburg fordert mehr Hilfe in der Finanzkrise

Duisburg fordert mehr Geld von Bund und Ländern. Die Stadt sieht sich mitten in einer Finanzkrise - und warnt vor Folgen, die viele Bürger direkt spüren könnten.


Veröffentlicht: Freitag, 26.06.2026 13:56

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Die Stadt Duisburg begrüßt zwar, dass sich der Bund künftig stärker an neuen kommunalen Mehrkosten beteiligen will. Nach der Einigung von Bund und Ländern soll Berlin in solchen Fällen 80 Prozent der zusätzlichen Belastungen übernehmen. Für Duisburg greift das aber zu kurz. Die Stadt verweist darauf, dass die größten Probleme nicht erst in der Zukunft entstehen, sondern schon heute im Haushalt spürbar sind. Oberbürgermeister Sören Link fordert deshalb nicht nur neue Zusagen, sondern konkrete Entlastung bei bereits bestehenden Lasten. Aus Sicht der Stadt reicht es nicht, neue Aufgaben teilweise mitzufinanzieren, wenn alte Finanzprobleme ungelöst bleiben.

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Sören Link warnt vor alten Lasten im Duisburger Haushalt

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Oberbürgermeister Sören Link kritisiert vor allem, dass die Kommunen erneut nicht direkt an den Verhandlungen beteiligt gewesen seien. Er sagt: „Was ist mit den Altlasten? Was ist mit den überbordenden Kosten durch bereits geltende Gesetze?“ Genau diese Frage passt zur aktuellen Haushaltslage in Duisburg. Denn die Stadt kämpft schon jetzt mit einem hohen Defizit und bereitet gleichzeitig einschneidende Sparmaßnahmen vor. Radio Duisburg hatte erst am 25. Juni 2026 berichtet, dass Duisburg ab 2027 wieder ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen muss, um eine drohende Überschuldung zu verhindern. (radioduisburg.de)

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Sparprogramm ab 2027 zeigt den Ernst der Lage

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Wie angespannt die Lage ist, zeigt der Blick auf die Zahlen. Nach Angaben der Stadt muss Duisburg für den Doppelhaushalt 2027/2028 ein Sparprogramm auflegen. Das notwendige Konsolidierungsvolumen liegt laut aktueller Berechnung bei 351 Millionen Euro pro Jahr bis zum Ende des Haushaltssicherungszeitraums 2037. Außerdem sollen über zehn Jahre 910 Stellen in der Stadtverwaltung wegfallen, sozialverträglich über natürliche Abgänge.

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Neue Einnahmen wie die Beherbergungssteuer sind Teil des Kurses

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Parallel zum Sparkurs versucht Duisburg auch, zusätzliche Einnahmen zu erschließen. Radio Duisburg hatte am 26. Juni 2026 berichtet, dass die Stadt zum 1. Januar 2027 eine Beherbergungssteuer einführen will. Geplant sind drei Euro pro Gast und Übernachtung, wenn der Rat am 2. Juli 2026 zustimmt. Die Stadt erwartet dadurch zusätzliche Einnahmen zur Finanzierung kommunaler Aufgaben. Auch dieser Schritt zeigt, dass Duisburg nicht nur auf Hilfe von außen setzt, sondern selbst nach Möglichkeiten sucht, Lücken im Haushalt zu schließen.

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Folgen könnten Bürger in vielen Bereichen merken

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Müllabfuhr holt die Mülltonnen ab
© Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services
drohen wegen der Schulden höhere Abgaben?
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Die Warnung aus dem Rathaus ist deshalb auch politisch brisant, weil sie direkt den Alltag in Duisburg betrifft. In der Mitteilung nennt die Stadt unter anderem Service, Straßen, Sauberkeit, Schulen, Kitas, Bibliotheken, Schwimmbäder sowie Kultur- und Sportangebote. Wenn Duisburg einerseits sparen, andererseits neue Einnahmen erzielen und zugleich mehr Unterstützung von Bund und Ländern einfordern muss, wird die Größenordnung der Krise deutlich. Die neue Kritik an der Bund-Länder-Einigung steht also nicht für sich allein. Sie ist Teil einer größeren finanziellen Gesamtlage, in der Duisburg bereits an mehreren Stellen gegensteuert. Genau deshalb macht die Stadt jetzt so deutlich Druck auf Berlin und Düsseldorf.

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