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Kondolenzbuch

Ihr Mitgefühl nach der Loveparade

Vielen Dank für Eure Einträge zum Loveparade-Unglück am 24. Juli bei uns in Duisburg. Viele hundert Menschen aus Duisburg, aber auch ganz Deutschland, haben hier ihren Gefühlen und Empfindungen freien Lauf gelassen. Hier könnt Ihr alle Einträge noch einmal lesen.

Die Einträge
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Stephanie Sack aus Duisburg

Freitag, 30-07-10 09:52

Aus Erwartung wird Enttäuschung,
Aus Freude wird Angst,
Aus Verlust wird Schmerz,
Aus Trauer wird Wut.

Die Verantwortlichen sollen endlich ihre Fehler eingestehen und dafür gerade stehen!

 

Marc Margielsky aus Duisburg Neudorf

Freitag, 30-07-10 07:22

ich war gestern nochmal am Kerzen- und Blumenmeer. Ich konnte meine Tränen nicht unterdrücken. Ich bin so tief getroffen, dass ich mir jedes Mal bewusst machen muss, wie sehr erst direkte Angehörige leiden müssen.

Als ich heute morgen gehört habe, dass nun Bedienstete der Stadt (sogar Recyclingarbeiter) von duisburger Bürgern angepöbelt und bedroht werden, schäme ich mich noch mehr! Muss das sein? Nur weil manche nicht wissen, wohin mit Ihrer Wut und Trauer, können und dürfen nicht blind Unbeteiligte dafür verantwortlich gemacht werden. Ich meine, ich kann die Wut sehr gut nachvollziehen. Aber was wäre denn, wenn der Rest von Deutschland und der Welt genauso vorgehen würde, alles grob über einen Kamm zu scheren? Dann würden Autofahrer auf der Autobahn mit duisburger Kennzeichen bedroht!? Ich verstehe die Wut und die Verzweiflung! Aber das ist einfach nur blind! Das dürfen wir nicht tun!!! Davon kehren die armen Opfer auch nicht ins Leben zurück. Und den Angehörigen hilfts schon gar nicht in ihrer Trauer. Und man selbst fühlt sich in seiner Bekümmertheit keineswegs besser! Die Schuldigen werden gefunden werden und zur Rechenschaft gezogen, da bin ich sicher. Aber solange sollten wir mit besonnen und mit Menschlichkeit unsere gemeinsame Trauer angehen, den Schmerz zulassen und begreifen. Und ihn nicht in blinde Wut umschlagen lassen. Ich verstehe das, aber niemandem nützt das!
Wir müssen der Zeit vertrauen, dass sich alles aufklären wird. Auch der Zeit trauen, dass sie selbst die tiefsten Wunden einmal heilen werden..., wenn gleich nicht ohne hässliche Narben.

Ich klage niemanden an, sondern konzentriere mich darauf, meine ganze Betroffenheit und Schmerz für die Hinterbliebenen aufzuheben, von ganzem Herzen!

 

Britta Greif

Freitag, 30-07-10 03:17

Keine Worte können das Ausdrücken, was am 24.7.2010 gegen Mittag begann. Kriegs-Vergleiche werden nachvollziehbar, wer die vielen Drahtzäune gesehen hat und die Geräusche von Hubschraubern, Krankenwagen und die bollernden Bässe gehört hat, und wer am Nachmittag die orientierungslosen, frierenden Menschen sah, die nur einen einzigen Blick auf die Veranstaltung werfen wollten, Angehörige suchten oder etwas zu trinken/essen, ein WC, Hotel oder eine Mitfahrgelegenheit brauchten.

Ich habe an diesem Tag bedrohliche Situationen gesehen. Menschen, die
- auf Flachdächer und Ampeln klettern.
- versuchten Dixiklos umzuwerfen.
- sich gegen 16:30 auf der A59 zum Veranstaltungsort bewegten.
- im Polizeiwagen saßen, der quer auf der Fahrbahn der A59 stand.
durch die offene Schallschutztür auf die A59 liefen, während Rettungswagen mit normaler
Geschwindigkeit die Auffahrt hochfuhren
- eingeschlafen waren (auf der Verkehrsinsel der Autobahnauffahrt Duisburg, am VIP-Eingang)
- sich angefeuert durch andere an dünne biegsame Bäume sprangen, um auf die Schallschutzmauer
der A59 zu kommen.
- die auf einer Eisenbahnbrücke saßen, um auf das Gelände zu gucken
- die Zäune der Anwohner an der A59 zertrampelten, Schlösser von Toren kaputt machten
- berittene Polizisten, deren Pferde scheuten

Ich habe die Geräusche gehört. Es hieß die Musik wäre so laut, man solle drinnen ein Fenster offen lassen, sonst würden einen die Bässe verrückt machen. Dazu Hubschrauber und immer wieder Einsatzwagen. Ich hatte Ohrstöpsel und Ohrenschmerzen, als einer rausrutschte. Ich fühlte mich wie im Krieg, da passte die Idee von Anwohnern Essen, Trinken, Zelte, Tische, Stühle, Musik, Feuerkörbe und Grill auf die Straße zu stellen gut dazu im Sinne einer Notversorgung.

Ich habe zwei Mal versucht auf das Gelände zu kommen. Um 13:00 und 16:15 Uhr:
Erster Versuch - der offizielle Weg:. An der ersten Kreuzung strömten Menschen von 3 Seiten ein, die an einer Polizeisperre auf 1-2 Menschen reduziert wurde. Der Druck von hinten war sehr groß und nach vorne ging es nicht weiter. Wir entschieden, dass wir diesen Druck nicht aushalten müssen und wichen über die Seite aus.

Zweiter Versuch: an der alten Güterbrücke vorbei über die Autobahnbrücke A59 zum VIP-Eingang. Hier fluchte ein Security-Mann:„Wo bleibt die Polizei, wenn man die mal braucht, sind die nicht da!“ Es wurde nur Presse oder VIPS reingelassen. Vor dem Zaun standen vielleicht 20 Leute. Es war nichts zu sehen.

Am Abend hörte ich ein Gespräch von Anwohnern der A59 (gegenüber dem Veranstaltungsgelände) mit einem Polizisten. Er sagte, er hätte eigentlich schon um 15:00 Uhr Feierabend gehabt. Es wäre so schlimm was da passiert ist, dass man dieses Mal die Verantwortlichen auf jeden Fall kriegen müsse.“ Das hoffe ich auch.

Aber ich bin auch dankbar. Dankbar für die Menschen, die
- Fremden Essen und Trinken gaben aus ihren privaten Mitteln.
- Notwendigkeit sahen, schlafende Menschen den Rettungskräften zu melden.
- Fremde mitgenommen haben zum nächsten größeren Bahnhof.
- andere nicht überredeten weiterzugehen.
- mit Betroffenen sprachen und ihnen den Rat gaben zum Psychologen zu gehen.
- sagten, das ist die Sache nicht wert, dass Euch was passiert.
- Polizisten mit Essen versorgten.

Was ich von der Loveparade gesehen habe war Orientierungslosigkeit, Überforderung, Machtlosigkeit und Sorge. Aber auch Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. Ich hoffe, dass die Helfer, Betroffenen und Angehörigen auch die Hilfe und Unterstützung bekommen, die sie brauchen.

Britta Greif

 

Claudia Vogel aus Duisburg

Freitag, 30-07-10 01:50

An die Hinterbliebenen der Opfer vom 24.07.2010 - Loveparade

Zurück bleiben Trauer, Verzweiflung, Tränen und die Fragen nach dem Warum. Trost kommt in dieser schweren Zeit vielleicht mit der Erkenntnis, mit der Trauer nicht alleine zu sein.

Ich bedaure Ihren Verlust zutiefst und spreche Ihnen mein aufrichtiges Mitgefühl aus. Ich wünsche Ihnen viel innere Kraft zur Überwindung dieser schweren Stunden.

Aufrichtige Anteilnahme

 

Christa Lessner aus Dorsten

Donnerstag, 29-07-10 22:35

Haltet die Welt an, es fehlt ein geliebter Mensch,
haltet die Welt an... sie soll steh'n...

wir wünschen allen Angehörigen Freunden und allen Menschen die Unfassbares erlebt und mit ansehen mussten,alle Kraft dieser Erde.

 

Justus Twieling

Donnerstag, 29-07-10 22:16

Als erstes mal mein Beileid an die Familien und Freunde der Toten.
Dann möchte ich mitteilen, dass es ziehmlich sinnlos ist wenn sich alle die Schuld zuschieben und jeder einzelne sagt er habe nix damit zu tuen ! In meinen Augen hat der Bürgermeister zu verantworten dass der Standort für dieses Event FALSCH gewählt wurde und es dort hat stattfinden lassen. Die Allgemeine Stadt Duisburg lügt in meinen Augen dass sie nur mit einer viertel Millionen Menschen gerechnet haben.. Diese Aussage ist einfach schwachsinnig wenn 2 Jahre zuvor in Essen 1.6 Millionen Leute gekommen sind können nicht plötzlich weniger Menschen kommen wenn man die Loveparade dazu auch noch näher an Düsseldorf legt. Die Polizei hat meiner ansicht nach den Leuten die in den Sperren vor den Tunneln standen einfach zu wenig Infos über die Lage gegeben. Die Polizei kann keinem erzählen dass sie nicht wussten wie is an der Rampe aussah.. Wir leben im 21 Jahrhundert und meines wissens nach hat jeder Polizist ein Funkgerät dabei ! Die Laute Musik hätte das vielleicht verhindern können doch die Loveparade hatte sowieso 2 Stunden verspätung da wäre es auf die halbe stunde auch nicht mehr angekommen ! Immer wenn man einen Polizisten zu dieser Sache etwas gefragt hat wurde man entweder ignoriert oder einfach weitergeschickt und man solle doch die menge nicht aufhalten. Dafür die Menge aufzuhalten bin ich auch nicht Verantwortlich! Außerdem war an der Rampe viel zu wenig Sicherheitspersonal sowohl Polizei als auch Security. Mit Freundlichen Grüßen Justus T.

 

Monika Dolderer-Krause aus Duisburg

Donnerstag, 29-07-10 22:01

Als Duisburgerin seit 57 Jahren bin ich nur wütend,traurig mir fehlen die Worte.Wie konnte dieses
nur geschehen.?Ich schäme mich in Duisburg zu leben.
Mein Mitgefühl geht an die Verstorbenen und an alle
die verletzt wurden,werdet bitte alle wieder Gesund.

 

Peter Baasen aus Duisburg

Donnerstag, 29-07-10 20:35

Allen, die an diesem 24. Juli 2010 von Verlust, Leid und Schmerz getroffen wurden spreche ich aus tiefstem Herzen mein Mitgefühl aus. Das schrecklichste was überhaupt passieren konnte, ist mit keinen Taten, Worten oder Gesten rückgängig zu machen. Es kann nur Trost geben und die Hoffnung, das die Zeit die Wunden heilt. An einige Gäste aus dem Ausland: Our thoughts are with you at this sad time.
Ik hoop dat u met Gods hulp de kracht zult vinden deze beproeving te doorstaan.

 

Olaf Berner aus Duisburg

Donnerstag, 29-07-10 20:17

Ich wünsche allen, in erster Linie den Familien der Opfer aber auch denen, die der Hölle entkommen sind, mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl! Ich bin unendlich traurig und fühle mit Ihnen!

 

Sandra Platzen aus Hochfeld

Donnerstag, 29-07-10 19:59

Allen Angehörigen und Freunde der 21 Toten,möchte Ich mein Beileid und Tiefes Mitgefühl aussprechen. Es gibt keine Worte für so ein Unglück.

 
 

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