
Der Zoo Duisburg unterstützt die Rehabilitation von 50 Brillenpinguinküken in Südafrika mit 37.500 Euro. Das Geld stammt aus dem Artenschutz-Euro, den der Zoo zweckgebunden für Artenschutzprojekte sammelt. Unterstützt wird die Arbeit der Organisation SANCCOB, die verwaiste Brillenpinguine aufzieht und geschwächte Seevögel versorgt. Nach Angaben des Zoos betreibt SANCCOB dafür zwei spezialisierte Intensivstationen in Kapstadt und Gqeberha. Dort werden Eier bebrütet, Küken von Hand aufgezogen und Tiere medizinisch behandelt. Ziel ist es, die Vögel später wieder in die Wildnis zu entlassen.
Warum Brillenpinguine Hilfe brauchen
Die Handaufzucht eines einzelnen Brillenpinguinkükens kostet laut Zoo rund 750 Euro während einer etwa dreimonatigen Rehabilitationsphase. Für 200 Küken summieren sich die Kosten demnach auf 150.000 Euro, ohne spezialisiertes Veterinär- und Rehabilitationspersonal. Mit seiner Spende finanziert der Zoo Duisburg die Versorgung von 50 Küken. Zoo-Geschäftsführerin Astrid Stewin sagt: „Wir freuen uns sehr, die wichtige Arbeit von SANCCOB in Südafrika unterstützen zu können. Das Projekt ist ein bedeutender Baustein des Artenschutzes. Jedes gerettete Küken trägt dazu bei, die Population der Brillenpinguine in Südafrika zu erhalten“.
SANCCOB hat schon tausende Jungvögel ausgewildert
Nach Angaben des Zoos hat SANCCOB seit 2006 mehr als 12.000 Pinguinküken aufgenommen. Mehr als 10.000 gesunde Jungvögel seien in dieser Zeit wieder in die Wildnis entlassen worden. Die Freilassungsrate liege damit bei mehr als 82 Prozent. Rehabilitierte Vögel verlassen einmal pro Woche die Einrichtungen und werden zu ausgewählten Pinguinkolonien gebracht. Studien hätten zudem gezeigt, dass die Überlebensrate handaufgezogener Tiere ähnlich hoch sei wie bei natürlich aufgezogenen Jungvögeln. Der Zoo Duisburg sieht die Unterstützung deshalb als wichtigen Beitrag zum Schutz der bedrohten Art.
