
Zoll Duisburg deckt zahlreiche Verstöße bei Paketdienstleistern auf
Rund 60 Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Duisburg führten am Mittwoch (6.5.) eine bundesweite Schwerpunktprüfung in der Kurier-, Express- und Paketbranche durch. Was die Kontrollen ans Licht brachten.
Veröffentlicht: Freitag, 08.05.2026 13:45
Der Zoll hat am Mittwoch in einer bundesweiten Kontrollaktion die Paketbranche unter die Lupe genommen. Die Kontrollen fanden in Duisburg am Kreuz Duisburg-Süd und in Essen an der Anschlussstelle Essen-Nord statt. Unterstützt wurde der Zoll von Einsatzkräften der Landespolizei. Die Zöllnerinnen und Zöllner erfassten die Angaben von über 60 Personen und leiteten noch vor Ort 25 Ermittlungsverfahren ein. Drei Strafverfahren wegen des Verdachts der Sozialversicherungsbeitragsvorenthaltung und des Leistungsmissbrauchs wurden eröffnet. Zusätzlich wurden 22 Ordnungswidrigkeiten registriert, unter anderem wegen des Verdachts von Meldepflichtverstößen.
Unregelmäßigkeiten in 30 Fällen festgestellt
In 30 Fällen stellten die Kontrolleure Unregelmäßigkeiten fest. Die Verstöße betrafen die Höhe des Stundenlohns, den Sozialleistungsbezug, die Beschäftigung von Ausländern sowie Meldungen zur Sozialversicherung. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit wird in diesen Fällen weitere Prüfungen durchführen und Einsicht in die Geschäftsunterlagen nehmen.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit führt regelmäßig bundesweite Schwerpunktprüfungen durch. Diese konzertierten Aktionen sollen die gesellschaftliche Akzeptanz von Schwarzarbeit senken und Verstöße flächendeckend aufdecken.