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Wildschweine in Duisburg
© Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services
Wildschweine in Duisburg
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Wildtiere in Duisburg: So verhaltet ihr euch bei einer Begegnung

Ob Wildschwein, Reh oder sogar Wolf: Auch in Duisburg können uns Wildtiere begegnen. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist besondere Vorsicht geboten. Wir erklären, wie ihr euch bei einer Begegnung richtig verhaltet – egal ob beim Spaziergang mit dem Hund oder im Auto.

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Die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel und damit steigt auch die Gefahr, Wildtieren unerwartet zu begegnen. Denn viele Tiere sind vor allem in der Dämmerung unterwegs. Das gilt beispielsweise für Rehe, die auch in Duisburg immer häufiger in der Nähe von Wohngebieten beobachtet werden. Besonders an Waldrändern, in Parks oder auf Friedhöfen können die Tiere auftauchen. Neben Rehen sind in Duisburg unter anderem auch Füchse, Waschbären und Nutrias heimisch. Und auch der Wolf sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. Im Mai 2026 gab es beispielsweise Berichte über eine mögliche Wolfssichtung zwischen Duisburg und Moers.

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Immer mehr Wölfe in Deutschland – wie sieht es in Duisburg aus?

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Wölfe breiten sich seit ihrer Rückkehr nach Deutschland wieder aus. Laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) wurden im Monitoringjahr 2024/2025 deutschlandweit 219 Wolfsrudel, 43 Wolfspaare und 14 sesshafte Einzeltiere nachgewiesen. Insgesamt waren es mindestens 1.636 Wölfe. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Bestand allerdings kaum verändert. In Nordrhein-Westfalen wurden sechs Wolfsterritorien bestätigt. Im Februar 2018 wurde ein Wolf in der Walsumer Rheinaue von einer Wildkamera aufgenommen.

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Was tun, wenn plötzlich ein Wildschwein auftaucht?

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Wildschweine sind grundsätzlich scheu und gehen Menschen normalerweise aus dem Weg. Trotzdem kann es gefährlich werden, wenn sich ein Tier bedroht fühlt. Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn eine Wildschweinmutter mit ihren Frischlingen unterwegs ist. Wer einem Wildschwein begegnet, sollte deshalb vor allem Ruhe bewahren und Abstand halten. Am besten zieht man sich langsam zurück und lässt dem Tier genügend Platz, um selbst auszuweichen. Hektische Bewegungen oder Weglaufen sind keine gute Idee. Besonders wichtig: Frischlinge niemals anfassen oder sich ihnen für ein Foto nähern. Auch Wildschweine sollten grundsätzlich nicht gefüttert werden.

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Wolf gesichtet: Bloß nicht weglaufen

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Eine direkte Begegnung mit einem Wolf ist sehr selten. Die Tiere bemerken Menschen normalerweise frühzeitig und ziehen sich zurück. Wer trotzdem einem Wolf gegenübersteht, sollte ruhig bleiben und Abstand halten. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) empfiehlt, zunächst stehen zu bleiben und abzuwarten, ob sich das Tier entfernt. Wer sich selbst zurückziehen möchte, sollte langsam rückwärts gehen und nicht davonlaufen. Kommt der Wolf näher, kann es helfen, sich groß zu machen, laut zu sprechen und in die Hände zu klatschen. Auf keinen Fall sollte man versuchen, den Wolf anzulocken, anzufassen oder zu füttern. Wer glaubt, einen Wolf gesehen zu haben, kann die Beobachtung über das offizielle Meldeformular des LANUK NRW melden.

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Mit dem Hund unterwegs: Das solltet ihr beachten

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Besondere Vorsicht gilt beim Spaziergang mit dem Hund. Denn Hunde können bei Wildtieren ganz unterschiedliche Reaktionen auslösen. Ein frei laufender Hund kann beispielsweise Wildtiere aufscheuchen oder verfolgen. In Wolfsgebieten sollten Hunde deshalb grundsätzlich angeleint bleiben. Bei einer Begegnung mit einem Wolf ist es wichtig, den Hund nah bei sich zu halten. Wölfe können Hunde als Artgenossen wahrnehmen und unter Umständen auf sie reagieren. Auch bei Wildschweinen gilt: Den Hund möglichst ruhig halten, anleinen und gemeinsam langsam zurückziehen. Gerade wenn Frischlinge in der Nähe sind, sollte man jede Annäherung vermeiden. Bei Rehen ist ebenfalls Abstand angesagt. Die Tiere sind Fluchttiere und können bei einer plötzlichen Begegnung panisch reagieren. Hunde sollten deshalb nicht hinter ihnen herlaufen können.

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Vorsicht auf Duisburgs Straßen: Wildunfälle vermeiden

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Nicht nur beim Spaziergang, sondern auch im Straßenverkehr steigt in der dunklen Jahreszeit das Risiko. Besonders nach der Zeitumstellung überschneiden sich die Zeiten des Berufsverkehrs häufiger mit den Aktivitätsphasen vieler Wildtiere. Nach Angaben des ADAC wurden 2024 deutschlandweit rund 276.000 Wildunfälle mit Pkw registriert. Das entspricht statistisch etwa einem Unfall alle zwei Minuten. Vor allem an Waldstücken und Feldrändern sollten Autofahrer deshalb langsamer fahren und aufmerksam bleiben. Taucht ein Reh oder Wildschwein am Straßenrand auf, gilt: Geschwindigkeit reduzieren, Fernlicht ausschalten und gegebenenfalls hupen. Außerdem sollte man damit rechnen, dass weitere Tiere folgen. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht mehr vermeiden, sollte man kräftig bremsen und die Spur halten. Riskante Ausweichmanöver können deutlich gefährlicher werden als der eigentliche Zusammenstoß.

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Wildunfall passiert: Was jetzt?

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Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall, sollte zunächst die Unfallstelle abgesichert werden. Dazu gehören Warnblinkanlage, Warnweste und Warndreieck. Anschließend muss die Polizei verständigt werden – auch dann, wenn das angefahrene Tier weggelaufen ist. Sind Menschen verletzt, sollte zusätzlich der Rettungsdienst über die 112 gerufen werden. Verletzte Wildtiere sollten auf keinen Fall angefasst werden. Sie könnten aus Angst oder Schmerzen unberechenbar reagieren. Auch tote Tiere dürfen nicht einfach mitgenommen werden. Für die Versicherung ist es außerdem sinnvoll, sich eine Wildunfallbescheinigung ausstellen zu lassen.

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