
Eine am Mittwoch (11.03.) entdeckte Weltkriegsbombe im Duisburger Hauptbahnhof ist am späten Abend kontrolliert gesprengt worden. Die Sprengung verlief erfolgreich, niemand wurde verletzt.
Großräumige Evakuierung rund um den Hauptbahnhof
Rund 6600 Anwohner sowie zahlreiche Reisende mussten den Gefahrenbereich verlassen. Der Evakuierungsradius betrug 600 Meter und umfasste Teile der Innenstadt und Neudorf. Auch der Portsmouthplatz, das UCI-Kino, mehrere Hotels sowie Büro- und Gewerbegebäude lagen innerhalb der Sperrzone. Der Bahnverkehr am Hauptbahnhof wurde komplett eingestellt, ebenso die Autobahn A59 zwischen Duisburg-Hochfeld und dem Autobahnkreuz Duisburg.
Verzögerungen wegen Personen im Sperrgebiet
Die geplante Sprengung verzögerte sich im Laufe des Abends mehrfach. Zunächst hielten sich noch Menschen im Evakuierungsbereich auf, die von Polizei und Ordnungsamt aus dem Gefahrenbereich begleitet werden mussten. Zudem dauerten die Vorbereitungen an der Sprengstelle länger als geplant.
Aufwendige Schutzmaßnahmen vor der Sprengung
Für die kontrollierte Sprengung hoben Spezialisten eine rund vier Meter tiefe Grube in der Nähe des Fundorts aus. Die Bombe wurde dort hineingelegt und mit Sand sowie einem Wassersack abgedeckt. Diese Maßnahmen sollten die Druckwelle und Splitterwirkung der Explosion deutlich reduzieren.
Großeinsatz mit zahlreichen Helfern
An dem Einsatz waren Mitarbeiter des Bürger- und Ordnungsamtes, Polizei und Bundespolizei sowie die Feuerwehr beteiligt. Unterstützung kam von Ehrenamtlichen der Hilfsorganisationen und der DVG. Nachdem der Kampfmittelbeseitigungsdienst die erfolgreiche Sprengung bestätigt hatte, wurde der Bereich schrittweise wieder freigegeben. Auch der Bahnverkehr rund um den Duisburger Hauptbahnhof soll zeitnah nach abschließenden Kontrollen wieder anlaufen.