Anzeige
Was hinter den riesigen Köpfen im MKM am Innenhafen steckt
© Radio Duisburg
Teilen:

Was hinter den riesigen Köpfen im MKM am Innenhafen steckt

Industriekulisse trifft moderne Kunst: Das MKM am Duisburger Innenhafen überrascht mit außergewöhnlichen Werken – darunter riesige Köpfe. Was dahintersteckt und warum sich ein Besuch gerade jetzt lohnt.

Veröffentlicht:

Anzeige

Wer am Duisburger Innenhafen unterwegs ist, kommt am Museum Küppersmühle kaum vorbei. Das markante Backsteingebäude war früher eine Getreidemühle und wurde bis 1997 als solche betrieben. Heute gehört das Museum zu den bekanntesten Kulturorten der Stadt. Gerade die Verbindung aus historischer Speicherarchitektur und moderner Kunst macht das MKM besonders.

Aktuell zieht vor allem die Ausstellung „Invisible“ des international bekannten Künstlers Jaume Plensa viele Besucher an. Schon vor dem Museum fällt eine seiner monumentalen Skulpturen ins Auge: ein riesiger weißer Kopf – ein Koloss von rund zwei Tonnen Gewicht.

Anzeige
Was hinter den riesigen Köpfen im MKM am Innenhafen steckt
© Radio Duisburg
Anzeige

„Invisible Anna“ das Highlight der Ausstellung

Anzeige

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen rund 50 Frauenköpfe, die in den großen Räumen des Museums besonders eindrucksvoll wirken. Dabei geht es Plensa nicht darum, dass Besucher eine bestimmte Person erkennen. Vielmehr sollen seine Skulpturen zum Nachdenken über Identität, Erinnerung, Begegnung und Verbundenheit anregen.

Alica Prasch vom MKM beschreibt die Wirkung der Werke so: „Jaume Plensas Köpfe haben die Augen immer geschlossen. Und das soll die Betrachtenden dazu einladen, einmal innezuhalten und in sich selbst hineinzuschauen.“

Besonders beeindruckend ist „Invisible Anna“ in den ehemaligen Silos des Museums. Anna ist ein großer transparenter Kopf aus Edelstahlstäben: 7 Meter hoch, 5 Meter breit und 4 Meter tief. Der große Kopf wirkt durch seine transparente Bauweise fast schwebend und verändert sich je nach Blickwinkel. Die Ausstellung läuft noch bis zum 1.November 2026.

Anzeige

Wenn das Gebäude selbst zum Kunstwerk wird

Anzeige

Das MKM ist nicht nur wegen seiner Kunst interessant, sondern auch wegen seiner außergewöhnlichen Architektur. Für den Umbau des historischen Gebäudes waren die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron verantwortlich, die unter anderem auch die Elbphilharmonie in Hamburg entworfen haben.

In Duisburg orientierten sie sich am Bestand des Hauses und an der historischen Architektur des Innenhafens. Besonders schön ist das Treppenhaus mit seinen warmen Terrakottafarben. „Ein Besuch im MKM lohnt sich, weil man hier nicht nur Kunst entdecken kann, sondern auch Architektur“, sagt Prasch.

Anzeige
Was hinter den riesigen Köpfen im MKM am Innenhafen steckt
© Radio Duisburg
Anzeige

Diese Kunstwerke solltet ihr nicht verpassen

Anzeige

Auch abseits der Sonderausstellung gibt es zahlreiche Hingucker. In der ständigen Sammlungspräsentation hängen unter anderem zwei großformatige Werke von A.R. Penck, die allein durch ihre Dimensionen beeindrucken: jeweils rund vier mal zehn Meter. Damit nehmen sie fast eine komplette Wand ein und lassen die ohnehin großen und hohen Räume noch gewaltiger wirken. Dazu kommen bekannte Arbeiten von Gerhard Richter, einem der bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstler. Richter gilt international als einer der teuersten lebenden Künstler der Welt - Werke von ihm erzielen seit Jahren hohe Summen auf dem Kunstmarkt. Besonders beliebt bei den Besuchern ist laut Alica Prasch das Werk „Die Kuh“, eine Kuh eben.

Ein weiterer Funfact verbindet das MKM direkt mit Duisburg: Wer den großen Bronzekopf des Künstlers Markus Lüpertz an der Mühlenweide in Ruhrort schon einmal gesehen hat, kann sich im Museum auch kleinere Versionen seiner markanten Köpfe anschauen.

Im Sommer lohnt sich außerdem ein Abstecher auf die Aussichtsplattform. Sie liegt rund 40 Meter hoch auf den Silos und bietet einen weiten Blick über Duisburg und den Innenhafen. Bei guter Sicht reicht der Blick sogar weit über die Stadt hinaus bis nach Düsseldorf.

Anzeige

Duisburger haben donnerstags freien Eintritt

Anzeige

Für Duisburgerinnen und Duisburger gibt es einen besonderen Vorteil: Jeden Donnerstag ist der Eintritt ins MKM kostenlos. Dafür muss lediglich ein Personalausweis vorgezeigt werden.

Anzeige

MKM in Kürze

Anzeige
  • Adresse: Philosophenweg 55, 47051 Duisburg
  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen: 11 bis 18 Uhr, Montag und Dienstag: geschlossen
  • Eintritt: Wechselausstellung im Erdgeschoss: 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Gesamtes Haus inklusive Wechselausstellung und Sammlung: 14 Euro, ermäßigt 7 Euro, Kinder bis 16 Jahre frei
Anzeige
Anzeige
Anzeige