
Duisburg hat sich heute erneut am landesweiten Warntag beteiligt und sein Warnsystem auf Herz und Nieren geprüft. Das Ergebnis: Viele Sirenen funktionierten wie geplant – doch nicht alle waren zu hören.
Mehrheit der Sirenen arbeitet zuverlässig
Von den 81 aktiven Sirenen im Stadtgebiet haben 55 Anlagen reibungslos funktioniert. Das Monitoring-System der Feuerwehr Duisburg überwachte die planmäßige Auslösung der drei Testsignale: zunächst eine Minute Dauerton zur Entwarnung, nach einer Pause der einminütige auf- und abschwellende Heulton zur Warnung, gefolgt von einer erneuten Entwarnung. Die Stadt wertet das Ergebnis als erwartbar, da sich die Sirenen derzeit noch in einer Übergangsphase befinden.
Umstellung auf 5G-Standard noch nicht abgeschlossen
Der Grund für die eingeschränkte Funktionsweise liegt in der laufenden technischen Modernisierung. Die Sirenen werden aktuell auf den 5G-Standard umgestellt – ein Prozess, der im Stadtgebiet noch nicht überall abgeschlossen ist. Für eine vollständige Auswertung des Probealarms ist die Stadt daher auf die Mithilfe ihrer Bürgerinnen und Bürger angewiesen.
Stadt bittet um Rückmeldungen aus der Bevölkerung
Die Feuerwehr Duisburg nimmt sowohl positive als auch negative Rückmeldungen zum Sirenenalarm entgegen. Beide sind für die Qualitätssicherung gleichermaßen wichtig: Meldungen, wenn die Sirenen gut zu hören waren, helfen genauso wie Hinweise auf nicht oder kaum hörbare Anlagen.
Auch digitale Warnsysteme im Test
Parallel zu den Sirenen testete das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) pünktlich zum Start des Probealarms die bundesweite Warn-App NINA. Auch der Cell Broadcast, ein weiteres digitales Warnmittel des BBK, wurde im Rahmen des landesweiten Warntags überprüft. Die Kombination aus analogen Sirenen und digitalen Warnkanälen soll im Ernstfall eine flächendeckende Alarmierung der Bevölkerung sicherstellen.