
Der 25-Jährige aus Sachsen hat zusammen mit seiner 33-Jährigen Freundin in einer Duisburger Wohnung gewohnt. Am 13. Mai wollte er ein klärendes Gespräch mit seiner Ex-Freundin führen, von der er dann schon ein Jahr getrennt gewesen ist. Der Täter konnte nicht damit umgehen, dass es nicht zu einer Versöhnung gekommen ist und hat 13 Mal mit einem Küchenmesser auf die junge Frau eingestochen. Sie konnte sich am Ende nur dadurch schützen, dass sie die Klinge ergriffen hat um weitere Stiche zu verhindern. Der Täter wollte daraufhin erst fliehen, hat dann aber einen Krankenwagen gerufen und sich der Polizei gestellt.
Urteil sieht mehrere Mordmerkmale erfüllt
Das Gericht sieht in der Tat einen Tötungsvorsatz gegeben - Heimtücke und niedere Beweggründe werden als Mordmerkmale aufgeführt. Die Frau wurde von dem Täter überrascht und er hat aus Besitzansprüchen gegenüber der Frau gehandelt. Damit handelt es sich in diesem Fall spezifisch um einen versuchten Femizid. Das Gericht hat den Mann zu neun Jahren Haft verurteilt.