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Streik bei DVG und NIAG: Massive Einschränkungen im Nahverkehr in Duisburg
© Stefan Arend / FUNKE Foto Services
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Streik bei DVG und NIAG: Massive Einschränkungen im Nahverkehr in Duisburg

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) für heute und morgen (27./28. Februar) zu ganztägigen Streiks auf. Auch die Niederrheinische Verkehrsbetriebe (NIAG) sind betroffen. Auf was sich Fahrgäste jetzt einstellen müssen.

Veröffentlicht: Freitag, 27.02.2026 04:28

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Von Betriebsbeginn bis Betriebsende werden weder Busse noch Straßenbahnen in Duisburg fahren. Auch der myBUS bleibt in den Depots. Eine Ausnahme bilden lediglich die acht Nachtexpresslinien (NE) der DVG – diese verkehren an beiden Streiktagen ganztägig im Stundentakt.

Das DVG-Kundencenter am Hauptbahnhof bleibt am Freitag und Samstag geschlossen. Der telefonische Kundenservice soll jedoch weiterhin erreichbar sein.

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Auch NIAG-Linien von Ausfällen betroffen

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Die Belegschaft der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe wurde ebenfalls für beide Tage zum Streik aufgerufen. Nach Angaben eines Sprechers ist mit dem Ausfall einzelner Fahrten im NIAG-Liniennetz zu rechnen, das auch Duisburg bedient. Die Fahrten des Schwesterunternehmens LOOK sollen jedoch regulär durchgeführt werden, sodass der Betrieb weitgehend aufrechterhalten werden kann.

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Worum geht es in den Tarifverhandlungen?

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Ver.di fordert in den bundesweiten Verhandlungen mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden vor allem deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Dazu gehören kürzere Wochen- und Schichtarbeitszeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In fünf Bundesländern – Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn – wird zusätzlich über Lohn- und Gehaltserhöhungen verhandelt.

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Verhandlungen kommen kaum voran

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Nach Ansicht von ver.di gibt es derzeit kaum Fortschritte in den Gesprächen. Auch die Arbeitgeber beklagen fehlenden Schwung bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Deutschlands größtes ÖPNV-Unternehmen, kritisierte, dass ver.di bisher nicht deutlich gemacht habe, welche Forderungen der Gewerkschaft am wichtigsten sind.

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Ende der Streiks nicht absehbar

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Wann mit einem Abschluss der Tarifrunde und damit einem Ende der Warnstreiks zu rechnen ist, bleibt völlig offen. Die Verhandlungen verlaufen regional sehr unterschiedlich – sowohl bei den Forderungen als auch beim Verhandlungsfortschritt. Auf der Zielgeraden befinden sich die Gespräche derzeit nirgends.

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