
Streik bei Autobahnmeisterei Duisburg: Einschränkungen beim Winterdienst möglich
Die Gewerkschaft ver.di bestreikt heute die Autobahnmeisterei in Duisburg. Mit den Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen mit der Autobahn GmbH erhöhen. Mit welchen Einschränkungen Autofahrer rechnen müssen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.02.2026 09:46
Die Autobahnmeisterei in Duisburg wird heute von der Gewerkschaft ver.di bestreikt. Das bedeutet: Wenn es schneien sollte, könnte der Winterdienst eingeschränkt sein. Auch Streckenkontrollen und die Reinigung der Rastplätze fallen aus. Neben Duisburg sind auch die Autobahnmeistereien in Lüdenscheid und Wünnenberg von den ganztägigen Arbeitsniederlegungen betroffen. In Duisburg begann der Streik um 9:30 Uhr an der Carl-Benz-Straße.
Bundesweite Streikwoche an neuralgischen Punkten
Der Duisburger Streik ist Teil einer bundesweiten Aktionswoche der Gewerkschaft ver.di. Bereits am Dienstag gab es Pausen-Aktionen in den zehn Verwaltungszentralen der Autobahn GmbH. Am Mittwoch folgen nun Arbeitsniederlegungen in Autobahnmeistereien im gesamten Bundesgebiet – von Göttingen über München bis Freiburg.
Besonders folgenreich werden die Tunnelstreiks ab Donnerstag: In Thüringen werden wichtige Tunnelanlagen auf der A71 bestreikt, in Niedersachsen der Emstunnel. Am Freitag und Montag steht dann der Elbtunnel in Hamburg im Fokus – mit erheblichen Auswirkungen für den Verkehr.
Streit um Gehälter und Laufzeit
Hintergrund der Streiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH. ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Autobahn GmbH bietet nach Gewerkschaftsangaben eine Laufzeit von 29 Monaten an und lehnt einen Mindestbetrag für untere Lohngruppen ab.
"Wenn die Autobahn GmbH ein Signal braucht, damit sich die Verhandlungen konstruktiv entwickeln können, dann soll sie es bekommen", erklärte ver.di-Verhandlungsführer Oliver Bandosz. Die Gewerkschaft verweist auf rund 1.000 unbesetzte Stellen bei der bundeseigenen Gesellschaft und den enormen Sanierungsbedarf im Autobahnnetz.
Notdienstvereinbarungen getroffen
Für die Tunnelstreiks wurden Notdienstvereinbarungen abgeschlossen, so dass Notfälle in jedem Fall abgesichert sind. Allerdings kommt es zu Einschränkungen durch Spursperrungen. In Nordrhein-Westfalen kritisiert ver.di, dass die regionalen Niederlassungen bisher keine gemeinsame Notdienstvereinbarung abschließen wollten – die Gewerkschaft bietet aber auch hier einen Notdienst an.