
Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt gegen eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel wegen gewerbsmäßigen Betrugs. Der Verdacht: Sie soll über vier Jahre hinweg Dienstunfähigkeit vorgetäuscht und gleichzeitig als Heilpraktikerin gearbeitet haben. Am 24. März 2026 durchsuchten Ermittler ihre Räumlichkeiten und stellten Beweismittel sicher.
Vorwurf: Dienstbezüge trotz Nebentätigkeit kassiert
Die Beschuldigte soll ihrem Dienstherrn, dem Land Nordrhein-Westfalen, bewusst falsche Angaben gemacht haben. Während sie sich krankheitsbedingt dienstunfähig meldete, war sie offenbar als Heilpraktikerin tätig und nahm an einem Gründungswettbewerb teil. Über einen strafrechtlich relevanten Zeitraum von vier Jahren soll sie dadurch zu Unrecht Dienstbezüge erhalten haben.
Ermittlungen nach Presseberichten eingeleitet
Auslöser der Ermittlungen war die Presseberichterstattung über eine vorgetäuschte Dienstunfähigkeit im vergangenen Jahr. Die Staatsanwaltschaft forderte daraufhin Unterlagen von der Bezirksregierung Düsseldorf an, darunter ein amtsärztliches Gutachten vom 25. November 2025. Nachdem diese Dokumente im Februar 2026 vollständig vorlagen, leitete die Behörde ein offizielles Ermittlungsverfahren ein.
Durchsuchung bringt Beweismittel zutage
Das Amtsgericht Duisburg erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss. Bei der Vollstreckung am 24. März 2026 stellten die Ermittler beweiserhebliche Unterlagen und elektronische Datenträger sicher. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an. Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gilt die Unschuldsvermutung.