
Das Sperrtor Marientor wird umfassend erneuert. Es liegt zwischen Außenhafen und Innenhafen und schützt bei Rheinhochwasser die tiefer liegenden Bereiche der Duisburger Innenstadt. Das Bauwerk sichert rund 20.000 Menschen und Vermögenswerte von mehr als zwei Milliarden Euro.
Sperrung betrifft die Durchfahrt dauerhaft
Während der weiteren Bauarbeiten muss die Durchfahrt am Sperrtor dauerhaft gesperrt werden. Die Stadt begründet das vor allem mit dem Arbeitsschutz und der sicheren Durchführung der Sanierung. An beiden Seiten des Tores soll der Arbeitsbereich mit Tauchkästen trockengelegt werden. Dadurch würde sich die Durchfahrt so stark verengen, dass das Risiko für eine Kollision mit Schiffen zu groß wäre. Zeitweise soll die Durchfahrt sogar vollständig trockengelegt werden. Dafür wird ein zweiter Dammbalkenverschluss auf der Außenseite des Sperrtors errichtet.
Fertigstellung 2029
Das Sperrtor Marientor ist fast 100 Jahre alt und entspricht nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen. Nach mehr als 90 Jahren Betriebszeit sind zentrale Bauteile sanierungsbedürftig. Dazu zählen das Sperrtor selbst, die Maschinen- und Anlagentechnik sowie weitere technische Komponenten. Das Tor soll vollständig ersetzt und das Bauwerk entsprechend angepasst werden. Außerdem ist eine Modernisierung der maschinellen Ausrüstung geplant. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit und Sicherheit des Bauwerks für die kommenden Jahrzehnte zu erhalten. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2027 beginnen, die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen.