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SPD Neumühl fordert Abriss des St.-Barbara-Komplexes
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SPD Neumühl fordert Abriss des St.-Barbara-Komplexes

Die Neumühler SPD fordert, dass der St. Barbara-Komplex abgerissen wird. Die Stadt soll notfalls in fremdes Eigentum eingreifen.

Veröffentlicht: Dienstag, 20.01.2026 03:44

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Der verfallende Gebäudekomplex des ehemaligen St.-Barbara-Krankenhauses entwickelt sich zur Dauergefahr für Neumühl. Die SPD vor Ort fordert jetzt den sofortigen Abriss – und dass die Stadt Duisburg dabei auch unkonventionelle Wege geht.

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Lebensgefahr mitten im Stadtteil

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Teile der Gebäude sind bereits ausgebrannt, Dächer fehlen komplett. Die Polizei warnt eindringlich: Wer das Gelände betritt, bringt sich in Lebensgefahr. Dennoch zieht die Ruine regelmäßig sogenannte Lost-Place-Touristen an. „Der Abriss ist aus unserer Sicht der einzig konsequente und verantwortungsvolle erste Schritt", erklärt Sebastian Haak, Vorsitzender der SPD Neumühl. „Wir sprechen hier über einen unhaltbaren Zustand mitten im Stadtteil."

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Investor insolvent – Insolvenzverwalter untätig

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Der ursprüngliche Investor ist pleite. Der zuständige Insolvenzverwalter zeigt bislang keinerlei erkennbare Bemühungen, das Gelände zu sichern oder zu verkaufen. Die SPD Neumühl hält deshalb ein stärkeres Eingreifen der Stadt für notwendig. „Es gibt erste Gerichtsurteile, die bestätigen, dass Kommunen bei gravierenden Gefahrenlagen weitergehende Eingriffe vornehmen dürfen", so Haak. „Genau das muss hier jetzt geprüft und ausprobiert werden – auch wenn es sich um fremdes Eigentum handelt."

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Anwohner klagen über illegale Besucher

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Anwohner beschreiben die Situation drastisch: Obwohl Winter ist, habe der Lost-Place-Tourismus weiterhin Konjunktur. Die illegalen Besucher wissen offenbar genau, wann der Sicherheitsdienst vor Ort ist. Danach werde auf der Bastenstraße geparkt, gelärmt und Müll hinterlassen. Das wolle man nicht mehr länger hinnehmen.

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Bauzaun und Sicherheitsdienst reichen nicht aus

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Die SPD Neumühl hatte bereits erreicht, dass die Stadt einen Bauzaun errichten und einen Sicherheitsdienst einsetzen ließ. Doch diese Maßnahmen können nur Übergangslösungen sein. Die Stadt treibt offene Forderungen gegenüber dem Eigentümer per Zwangsvollstreckung ein – die nächste ist für Februar angekündigt. „Unser Ziel ist klar: Sicherheit für die Menschen im Stadtteil jetzt", betont Haak. „Der Abriss muss vorgezogen werden. Die Kosten dürfen dabei nicht pauschal an der Stadt hängen bleiben, sondern müssen konsequent gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend gemacht werden."

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Vision: Neues Wohnquartier mit Kita und Arztpraxen

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Nach dem Abriss sieht die SPD Neumühl großes Entwicklungspotenzial. Die Sozialdemokraten stellen sich eine hochwertige Wohnbebauung vor – eine Mischung aus Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern, ergänzt durch Arztpraxen und eine Kindertagesstätte.

„Der jetzige Zustand darf kein Dauerzustand bleiben", so Haak abschließend. „Neumühl braucht hier Mut, klare Entscheidungen und den Willen, Verantwortung zu übernehmen, auch wenn das bedeutet, neue rechtliche Wege zu gehen."

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