
Auf dem Ellerhof in Mündelheim ist in der vergangenen Woche am Mittwoch der Spargelverkauf gestartet. Den frischen Spargel gibt es im Hofladen am Rheinfeldsweg 18. In diesem Jahr kostet weißer Spargel der Klasse 1 dort 16,50 Euro, grüner Spargel liegt bei 5,90 Euro. Damit ist der weiße Spargel zum Saisonstart 2,50 Euro teurer als noch im vergangenen Jahr. Im Laufe der Saison wird der Spargelpreis bei höheren Erntemengen am Tag allerdings noch etwas sinken. Ein Grund für den höheren Startpreis sind laut Ellerhof unter anderem die gestiegenen Lohnkosten. „Im letzten Jahr haben wir trotz der gestiegenen Mindestlöhne versucht, den Startpreis zur Saison zu halten. Das schaffen wir in diesem Jahr nicht mehr“, sagt Jan Sablewski, Betriebsleiter vom Ellerhof. Insgesamt rechnet der Hof in dieser Saison mit etwa 10 bis 15 Tonnen Spargel.
Weißer oder grüner Spargel: Daher kommt die Farbe
Viele fragen sich, warum Spargel mal weiß und mal grün ist. Der Unterschied liegt vor allem daran, wie der Spargel wächst. Weißer Spargel bleibt unter der Erde und bekommt kein Sonnenlicht ab. Deshalb behält er seine helle Farbe. Grüner Spargel wächst dagegen über der Erde und bildet durch das Sonnenlicht seine grüne Farbe. Jan Sablewski, Betriebsleiter vom Ellerhof, erklärt: „Wenn der Spargel Sonnenlicht bekommen würde, dann würde er grün werden. Das heißt, man kann aus dem weißen Spargel auch grünen Spargel machen, indem man ihn einfach an die Sonne wachsen lässt.“ Dazu kommt: Es gibt auch eigene grüne Sorten, die extra so gezüchtet werden.
Warum der Spargel in Duisburg gerade noch langsam wächst
Zum Start der Saison wächst Spargel noch nicht besonders schnell. Das liegt laut Ellerhof vor allem an den Temperaturen im Boden. Erst ab etwa 12 Grad an der Wurzel geht es überhaupt los, richtig gut wächst Spargel bei ungefähr 20 Grad. Wenn es nachts aber noch deutlich kälter wird, kühlt der Boden wieder ab. Genau das bremst die Ernte im frühen Frühjahr. Später im Mai und Juni wächst der Spargel dann meist deutlich schneller. An guten Tagen erntet der Ellerhof nach eigenen Angaben 250 bis 300 Kilogramm weißen Spargel und zusätzlich rund 150 Kilogramm grünen Spargel.
So erkennen Kunden frischen Spargel aus der Region
Wer Spargel kauft, kann auf ein einfaches Frischemerkmal achten. Laut Sablewski verraten vor allem die Enden der Stangen, wie frisch der Spargel ist. Sind sie noch saftig und sehen frisch aus, wurde er erst vor kurzer Zeit gestochen. Trockene oder bräunliche Enden deuten dagegen darauf hin, dass der Spargel schon länger liegt. Es gibt außerdem noch den sogenannten Quietschtest: Wenn man zwei frische Stangen aneinander reibt quietscht es. Auch daran lässt sich frischer Spargel erkennen. Einmal gekauft lagert frischer Spargel zu Hause am besten im Kühlschrank, eingewickelt in ein feuchtes Handtuch. So hält er sich etwa fünf bis sieben Tage.
Warum die Spargelsaison immer am 24. Juni endet
Die Spargelsaison endet traditionell immer am 24. Juni. Das ist nicht nur ein festes Datum, sondern auch wichtig für die Pflanze. Nach der Ernte braucht der Spargel Zeit, um sich zu erholen und Kraft für das nächste Jahr zu sammeln. Dann wächst er weiter, wird buschig und lagert Nährstoffe in der Wurzel ein. Nur so kann er in der nächsten Saison wieder geerntet werden.
Zukunft des Spargels auf dem Ellerhof ist ungewiss
Ob der Ellerhof auch in Zukunft noch Spargel anbauen und verkaufen wird, ist aktuell unklar. Ein Grund sind die gestiegenen Kosten, vor allem beim Mindestlohn. Gleichzeitig will der Hof die Preise nicht immer weiter anheben. Nach der Saison will der Ellerhof Bilanz ziehen und dann entscheiden, wie es weitergeht.