
Sommer, Sonne, Gänseschiss: Wildgänse an Duisburgs Seen
Auch in diesem Jahr bevölkern wieder zahlreiche Wildgänse Duisburgs Seen und die angrenzenden Grünflächen. Besonders beliebt bei den Tieren sind der Toeppersee, der Uettelsheimer See, die 6-Seen-Platte und die Wasserflächen rund um den Sportpark Wedau. Das sagen die Duisburger zu den Tieren:
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Die einen finden sie süß, die anderen ärgern sich über vollgekotete Bänke und Liegewiesen - unter den Duisburgern gehen die Meinungen über die Gänse auseinander. Darüber, dass die Gänse Grund für Ärger liefern, haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder berichtet. Reiner Kamzol aus Wanheimerort hat uns kürzlich von einem besonders ekligen Erlebnis berichtet, als ihm im Sportpark Wedau eine besonders dreiste Gans im Vorbeiflug unversehens ins Bierglas schiss:
"Ich hab nur einen Knall gehört und dann ging das haarscharf an mir vorbei: Wildgans. Die hat durch die Bäume durch... Das flatschte auf den Tisch! Meine Hose war voll - und mein Krug auch."
Dieses Jahr halten sich die Tiere noch häufiger auf Grünflächen in Freizeit- und Erholungsgebieten auf, da diese aufgrund der anhaltenden Trockenheit und des hohen Grasfeuerindex weniger genutzt werden.
Diese Maßnahmen ergreift die Stadt
Schon seit 2009 betreibt die Stadt Duisburg unter wissenschaftlicher Begleitung ein „Gänsemanagement“ mit dem Ziel, die Anzahl der Tiere zu begrenzen und die Verschmutzung durch Gänsekot zu reduzieren. Während der Brutzeit werden die Nester der Tiere kontrolliert und die Eier entnommen. Dafür gibt die Stadt 9000 Euro pro Jahr aus. Während der Jagdsaison werden die Gänse außerdem bejagt. Allein im Sportpark Wedau wurden in diesem Jahr 38 Nester gefunden und 149 Eier eingesammelt. Im Winter 2025/2026 wurden dort außerdem 23 Gänse abgeschossen.
Warum die Anzahl der Tiere trotzdem so hoch ist
Die Wirkung der Maßnahmen durch die Stadt ist jedoch nicht genau absehbar, da die verschiedenen Gänsearten unterschiedlich auf die Eingriffe reagieren und die Tiere außerdem sehr mobil sind. Sie stehen in ständigem Austausch mit Teilpopulationen im Ruhrgebiet und entlang der Rheinschiene. Lokale Maßnahmen zeigen daher nur begrenzte Erfolge, da immer wieder neue Gänsefamilien aus dem Umland nach Duisburg kommen.