Anzeige
Blick auf den Immobilienmarkt
© Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn
Blick auf den Immobilienmarkt
Teilen:

So teuer sind Wohnungen und Häuser in Duisburg

In Duisburg steigen die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen und Häuser weiter. Wie teuer Kaufen jetzt ist und warum Eigenkapital immer wichtiger wird.

Veröffentlicht:

Anzeige

Wer in Duisburg eine gebrauchte Eigentumswohnung kaufen will, muss tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr. Nach Angaben der LBS Nordwest kostete eine gebrauchte Wohnung mit 80 Quadratmetern im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt 154.700 Euro. Das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Preisspanne reicht demnach von 120.800 bis 199.200 Euro. Umgerechnet ergibt sich ein mittlerer Quadratmeterpreis von 1.930 Euro. Damit liegt Duisburg weiter unter dem Durchschnitt im Ruhrgebiet. Die Daten stammen aus der empirica-Preisdatenbank.

Anzeige

Duisburg bleibt unter dem Ruhrgebiets-Durchschnitt

Anzeige

Im Vergleich zur Region bleibt Kaufen in Duisburg damit günstiger. Im Ruhrgebiet lag der mittlere Preis für gebrauchte Eigentumswohnungen laut LBS im ersten Halbjahr 2026 bei 176.800 Euro für 80 Quadratmeter. Auch bei gebrauchten freistehenden Einfamilienhäusern liegt Duisburg knapp unter dem regionalen Vergleichswert. In Duisburg wurden dafür im Mittel 467.000 Euro aufgerufen. Im Ruhrgebiet lag der Mittelwert bei 475.000 Euro. Die Spanne in Duisburg reicht bei Einfamilienhäusern von 350.000 bis 630.000 Euro. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 4 Prozent.

Anzeige

Immobilienkauf in Duisburg: Eigenkapital wird wichtiger

Anzeige

Die LBS sieht beim Immobilienkauf inzwischen vor allem das nötige Eigenkapital als Hürde. Arndt Jarosch, Gebietsleiter der LBS, sagt: „Die neue Herausforderung ist das Eigenkapital, das in der Regel 20 Prozent des Anschaffungspreises betragen sollte.“ Bei einer gebrauchten Eigentumswohnung für 154.700 Euro in Duisburg wären das rund 31.000 Euro. Gleichzeitig verweist die LBS darauf, dass steigende Mieten den Kauf für manche Haushalte grundsätzlich weiter interessant machen könnten. Ab 2027 soll außerdem die neue staatliche Eigenheimrente beim Ansparen und später bei der Tilgung helfen. Laut Pressemitteilung steigen die Grundzulagen dabei von 175 auf bis zu 540 Euro pro Jahr, hinzu kommen bis zu 300 Euro je Kind.

Anzeige

Lage und Energiebilanz spielen beim Kauf eine größere Rolle

Anzeige

Nach Einschätzung der LBS entscheidet neben der Lage immer stärker auch die Energiebilanz über den Preis einer Immobilie. Hintergrund ist, dass zunehmend ältere Objekte aus den 1960er- bis 1980er-Jahren auf den Markt kommen. Käufer müssen laut Mitteilung nicht sofort modernisieren, sollten mögliche Sanierungskosten aber mitdenken. Jarosch empfiehlt deshalb auch Verkäufern, ihre Preisvorstellungen daran anzupassen. Denn wenn sich Gebrauchtimmobilien preislich zu stark dem Neubau annähern, könne für manche Interessenten ein Neubau attraktiver werden. Eine vergleichbare neu gebaute Wohnung kostet im Ruhrgebiet laut LBS derzeit im Durchschnitt 362.400 Euro.

Anzeige
Anzeige
Anzeige