
An der Erich Kästner Gesamtschule in Duisburg hat am Mittwoch ein Projekttag rund um gesundes Mensaessen stattgefunden. Dabei zeigt TV- und Sternekoch Stefan Marquard nach Angaben der KNAPPSCHAFT, wie Schulen eine wirtschaftliche, frische und nachhaltige Verpflegung selbst herstellen können. Hintergrund ist der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der auch ein Mittagessen umfasst. Viele Schulen stehen laut Pressemitteilung aber vor der Herausforderung, die Verpflegung eigenständig zu organisieren. Dazu gehören Fragen zur Küchentechnik, zum Personal und zu den Abläufen. Genau an diesen Punkten setzt das Projekt an.
Schulverpflegung in Duisburg und bundesweit unter Druck
Nach Angaben der KNAPPSCHAFT fehlt bisher vielerorts ein flächendeckendes und nachhaltiges Konzept für eine qualitativ hochwertige Schulverpflegung. Die Schulverpflegung ist Ländersache, die Umsetzung liegt bei den Kommunen. Gleichzeitig besteht ab diesem Jahr ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für rund 3,5 Millionen Grundschulkinder. Damit steigt auch der Druck auf Schulen, ein passendes Mittagessen anzubieten. In der Praxis bedeutet das oft zusätzliche Organisation und neue Investitionen. Die Pressemitteilung macht deutlich, dass viele Einrichtungen dafür Unterstützung brauchen.
Stefan Marquard trainiert Mensateams direkt vor Ort
Das Präventionsprojekt „Sterneküche macht Schule“ unterstützt laut KNAPPSCHAFT bundesweit bereits mehr als 200 Schulen und Kitas. Stefan Marquard und sein Team arbeiten dabei direkt in den Küchen der ausgewählten Einrichtungen. Gemeinsam mit dem Mensateam analysieren sie Abläufe, Arbeitsweisen und eingesetzte Lebensmittel. Außerdem geht es um Einkauf, Lagerung, nährstoffschonende Zubereitung und das Anrichten der Speisen. Ziel ist laut Pressemitteilung ein Angebot, das hochwertig, nachhaltig, kostengünstig und gesünder ist. So sollen Schulen konkrete Hilfe für ihren Alltag bekommen.
KNAPPSCHAFT sieht Schulen als Orte für Veränderung
Die KNAPPSCHAFT betont in der Mitteilung die Bedeutung von Schulen für Gesundheit und Ernährung. Geschäftsführerin Petra Brakel sagt: „Schulen haben ein großes Potenzial, ein gesellschaftlicher Ort für Veränderung zu sein.“ Weiter erklärt sie: „Durch eine gesunde und nachhaltig ausgerichtete Schulverpflegung wird die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen gestärkt.“ Gemeinsam mit Stefan Marquard wolle man engagierten Schulen und Kitas ein praktikables und nachhaltiges Konzept bieten. Das Ziel sei ein zukunftsfähiges und qualitativ hochwertiges Verpflegungsangebot in Mensen. Damit verbindet das Projekt Gesundheit, Alltagstauglichkeit und Nachhaltigkeit.
Evaluation sieht Vorteile bei Kosten und Akzeptanz
Das Projekt stützt sich auch auf Ergebnisse einer Evaluation der Universität Flensburg. Demnach sei die Frischküche nach Marquards Konzept etwa 30 Prozent wirtschaftlicher als viele deutschlandweit eingesetzte Convenience-Menüs großer Caterer. Außerdem werde das Essen als leckerer beschrieben. Besonders wichtig ist aus Sicht der Projektpartner, dass an den beteiligten Schulen mehr Schülerinnen und Schüler an der Pausen- und Mittagsverpflegung teilnehmen. Das wird als Zeichen für eine gestiegene Qualität und größere Attraktivität der Mahlzeiten gewertet. Die KNAPPSCHAFT sieht darin einen Hinweis, dass das Konzept in der Praxis funktionieren kann.