
Nach anderthalbjähriger Bauzeit hat die Stadt Duisburg den Erweiterungsbau der Katholischen Grundschule Abteigrundschule in Alt-Hamborn offiziell eingeweiht. Rund 400 Schülerinnen und Schüler lernen seit Januar in dem dreigeschossigen Neubau an der Jägerstraße 23A. Die Investition: 24,5 Millionen Euro.
Moderne Lernumgebung für 400 Kinder aus vielen Nationen
Die Abteigrundschule ist ein Ort der Vielfalt. Kinder aus verschiedenen Nationen und mit unterschiedlichen Religionen besuchen die 15 Klassen. Ein multiprofessionelles Team betreut sie – rund 100 Kinder nehmen das Ganztagsangebot wahr. "Gute Schulbildung braucht engagierte Menschen, aber auch Räume, die ihnen die besten Bedingungen bieten", betonte Oberbürgermeister Sören Link bei der Eröffnung. Der Neubau sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass Duisburg seine Schulen zukunftsfähig mache.
L-förmiger Bau schirmt Schulhof von A59 ab
Der neue Gebäudekomplex ergänzt den historischen Schulstandort aus dem späten 19. Jahrhundert. Die L-Form rahmt den Schulhof als geschützte grüne Mitte ein und schirmt ihn gegen die nahegelegene A59 und umliegende Straßen ab. Im Erdgeschoss befinden sich eine neue Mensa mit Küche sowie Nebenräume. Die oberen Etagen beherbergen Klassenräume, Differenzierungsräume und Fachräume für Kunst und Musik. Auch Teile der Offenen Ganztagsschule sind im Neubau untergebracht. Die Planung stammt vom Dortmunder Architekturbüro bertbielefeld&partner.
Holzhybridkonstruktion mit Eisspeicher und Photovoltaik
Thomas Patermann, Geschäftsführer der Schulbaugesellschaft Duisburg, hob die Praxistauglichkeit hervor: "Schulbau ist dann gut, wenn er im Alltag funktioniert – für Kinder, Lehrkräfte und Betreuung." Der Neubau wurde als Holzhybridkonstruktion errichtet. Ein Eisspeicher sorgt für die Wärmeversorgung, ergänzt durch eine Photovoltaikanlage. Das Gebäude ist barrierefrei erschlossen, neue Wegeführungen und zusätzliche Fahrradstellplätze verbessern die Erreichbarkeit.
Sanierung des Altbaus läuft bis September 2027
Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Seit Januar läuft die umfassende Sanierung des historischen Bestandsgebäudes, die bis September 2027 abgeschlossen sein soll. Die Kosten: rund 17 Millionen Euro. Geplant sind die Erneuerung der Innenräume, der technischen Gebäudeausstattung sowie eine neue Fassade. Robin Eckardt, Geschäftsführer der Schulbaugesellschaft, betonte: "Sein voller Nutzen entfaltet sich erst, wenn auch der Bestand saniert ist und alle Gebäude als modernes Gesamtensemble funktionieren." Parallel werden die Außenanlagen weiterentwickelt. Ein erster Bereich des Schulhofs ist bereits fertig, der zweite folgt mit Abschluss des zweiten Bauabschnitts. Die kommissarische Schulleiterin Katrin Elstermann sieht im Erweiterungsbau bereits heute einen deutlichen Gewinn: Die großzügigen Flure und die klare Gebäudestruktur schaffen mehr Ruhe, Übersicht und Platz für Begegnung.