
In Duisburg läuft aktuell ein großer Polizeieinsatz. Wie uns die Polizei mitteilt, handelt es sich dabei um einen Schlag gegen einen international agierenden Geldwäschering. Nicht nur in NRW laufen Einsätze, die Polizei schlägt parallel auch in anderen Bundesländern und im europäischen Ausland zu.
Was Hörer berichten
SEK-Kräfte sollen sich über Garagendächer Zugang verschaffen. Von Böllern, Rauchgranaten und klirrenden Fenstern ist die Rede. Ein Hörer will auch Schüsse gehört haben.
Was die Polizei sagt
Es handelt sich um einen Schlag gegen ein kriminelles Geldwäschenetzwerk. Zahlreiche Durchsuchungen laufen. Dabei sollen Vermögenswerte festgestellt und beschlagnahmt und auch mehrere Haftbefehle vollstreckt werden. Die Polizei will zeitnah im Laufe des Tages noch mehr über den Einsatz berichten.
Was dahinter stecken soll
Laut dpa-Informationen soll es sich konkret um einen Schlag gegen die "Hell's Angels" handeln. Mehr als 1000 Einsatzkräfte seien insgesamt beteiligt, die Bild berichtet sogar von bis zu 2000 Kräften und 200 Elite-Polizisten. Sie durchsuchen rund 140 Objekte in Duisburg, NRW, weiteren Bundesländern und im europäischen Ausland, z.B. in Belgien, den Niederlanden und Bulgarien. Dabei sollen mehrere Haftbefehle vollstreckt werden. Die Staatsanwaltschaft Duisburg leitet die Ermittlungen. Spezialeinsatzkräften sollen hier an der Adresse eines Hells-Angels-Rockers gesehen worden sein.
Die Behörden ermitteln in dem Fall wohl schon seit mehr als vier Jahren. Ausgangspunkt dafür soll die Schießerei auf dem Hamborner Altmarkt im Mai 2022 gewesen sein. Ob und wie die damalige Auseinandersetzung mit den jetzigen Vorwürfen zusammenhängt, ist noch unklar.