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Scharfe Kritik an Zuständen in der Duisburger Innenstadt
© Fabian Strauch / FUNKE FotoServices
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Scharfe Kritik an Zuständen in der Duisburger Innenstadt

Die Fraktion Junges Duisburg fordert ein konsequenteres Vorgehen gegen Probleme in der Innenstadt. Dabei geht es um Sicherheit, Parkhäuser und Drogenszene.

Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.2026 12:22

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Die Zustände in Teilen der Duisburger Innenstadt sorgen erneut für politische Kritik. Die Fraktion Junges Duisburg fordert nach eigenen Angaben ein konsequenteres und dauerhaftes Vorgehen gegen Probleme rund um bekannte Brennpunkte. Genannt werden dabei unter anderem die Problem-Parkhäuser am König-Heinrich-Platz sowie die offene Drogenszene in der City. Auslöser sind laut Pressemitteilung auch aktuelle Berichte über eine junge Mutter, die mit ihrem Kleinkind vor aggressiv auftretenden Personen flüchten musste. Für den Fraktionsvorsitzenden Frederik Engeln ist die Entwicklung nicht länger hinnehmbar. Er sagt: „So kann und so darf es in Duisburg nicht weitergehen.“

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Bekannte Brennpunkte rund um König-Heinrich-Platz

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Nach Angaben von Junges Duisburg sind viele Problemlagen in der Innenstadt seit Jahren bekannt. Die Fraktion verweist auf frühere Forderungen zu Bereichen rund um den Lifesaver-Brunnen, die Sparkassen-Hauptstelle und die konsequentere Durchsetzung der Sicherheits- und Ordnungsverordnung. Besonders kritisch sieht sie die Lage an den Problem-Parkhäusern rund um den König-Heinrich-Platz. Laut aktuellen Medienberichten sei die Polizei dort in diesem Jahr bereits rund 60 Mal alarmiert worden. Hinzu kämen zahlreiche Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch, Diebstählen und Rauschgiftdelikten. Engeln fordert deshalb sichtbare Präsenz, regelmäßige Kontrollen und ein abgestimmtes Vorgehen aller zuständigen Stellen.

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Forderungen an Stadt, Polizei und Ordnungsamt in Duisburg

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Nach Ansicht der Fraktion reicht es nicht aus, die Entwicklung weiter zu beobachten. Junges Duisburg verlangt ein entschlosseneres Vorgehen von Polizei, Ordnungsamt und weiteren Beteiligten. Auch die Stadt sieht die Fraktion in der Verantwortung, vor allem mit Blick auf die Parkhäuser in zentraler Innenstadtlage. Betreiber und Verantwortliche müssten aus ihrer Sicht klare Erwartungen erfüllen und bekannte Schwachstellen beseitigen. Engeln sagt dazu: „Wegsehen darf keine Strategie sein.“ Und weiter: „Wir erwarten, dass die Zugänge wirksam gesichert und bekannte Schwachstellen endlich beseitigt werden.“

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Debatte um Hilfeangebote und Drogenkonsumraum

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Junges Duisburg betont zugleich, dass Hilfe für suchtkranke Menschen und ein konsequentes Einschreiten gegen Straftaten kein Widerspruch seien. Unterstützung und Betreuung blieben wichtig, aggressives oder ordnungswidriges Verhalten im öffentlichen Raum dürfe aber nicht einfach hingenommen werden. Die Fraktion stellt außerdem die Frage nach der Wirksamkeit bisheriger Maßnahmen und verweist auf öffentliche Mittel für Projekte, Betreuung und Szenearbeit. Einen Drogenkonsumraum sieht Junges Duisburg nicht automatisch als Lösung. Aus Sicht der Fraktion ist offen, ob betroffene Menschen ein solches Angebot überhaupt annehmen würden. Außerdem bestehe die Gefahr, dass Probleme lediglich an andere Orte verlagert werden.

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Junges Duisburg kündigt weiteren politischen Druck an

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Die Fraktion will sich nach eigenen Angaben innerhalb der bestehenden Ratskooperation weiter für konkrete Maßnahmen einsetzen. Ziel seien mehr Sicherheit, mehr Ordnung und eine höhere Aufenthaltsqualität in der Duisburger Innenstadt. Hintergrund ist die Sorge, dass sich Familien, Kundinnen und Kunden sowie Gewerbetreibende zunehmend von bestimmten Bereichen fernhalten. Junges Duisburg sieht darin auch ein Problem für die Entwicklung der City insgesamt. Die Forderung lautet deshalb, bekannte Brennpunkte nicht länger nur zu benennen, sondern dauerhaft und abgestimmt anzugehen. Welche konkreten Maßnahmen politisch am Ende beschlossen werden, bleibt aber offen.

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