
Runder Tisch Marxloh kämpft ums Überleben: Verein braucht dringend Unterstützung
Seit über einem Jahrzehnt ist der Runde Tisch Marxloh e.V. Anlaufstelle für Menschen im Duisburger Stadtteil. Doch die Zukunft des bürgerschaftlichen Vereins ist ungewiss – ohne Spenden droht das Aus für die beliebten Kinder- und Jugendprojekte.
Veröffentlicht: Montag, 05.01.2026 05:13
Im Haus An der Paulskirche 3 finden Marxloher täglich von 9 bis 15 Uhr einen Ansprechpartner für ihre Anliegen. Der 2012 gegründete Verein versteht sich als Netzwerker und Verknüpfungspunkt – unkompliziert und bewusst ohne amtliches Erscheinungsbild. Die zumeist ehrenamtlich Tätigen haben stets ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen im Viertel.
Kreativprojekte als Herzstück der Arbeit
"Wir haben viele Menschen, die mit ihren Problemen hier hinkommen", erklärt der 1. Vorsitzende Thomas Mielke. Das Herzstück der Vereinsarbeit sind jedoch Projekte für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. Kreativangebote, Filmprojekte, Musik und ein täglicher Kochkurs stehen auf dem Programm. "Die Kinder kommen freiwillig und würden gerne öfter kommen, als wir es anbieten können", berichtet Mielke. Besonders stolz ist er darauf, dass einige Kinder seit sechs oder sieben Jahren dabei sind und mittlerweile selbst mithelfen. Auch ältere Menschen finden hier einen Treffpunkt – der Verein verbindet so die Generationen.
Finanzielle Lage wird immer schwieriger
Seit fünf bis sechs Jahren hält sich der Verein ausschließlich durch Spenden über Wasser. "Ohne Spenden können wir die Miete nicht mehr bezahlen, ohne Räume keine Projekte", bringt Mielke die prekäre Situation auf den Punkt. Ursprünglich wollte das Team ein halbes Jahr durchhalten – daraus wurden mehrere Jahre am Limit. Die ehrenamtlichen Helfer greifen teilweise in die eigene Tasche, um die Arbeit fortzuführen. "Diese Sache ist die erste, die sich sinnvoll anfühlt", sagt Mielke über seine Motivation. Doch ihm bleibt zunehmend die Luft weg: "Schwieriger darf es nicht werden."
Offene Türen für alle
Der Verein arbeitet mit einem harten Kern von etwa zehn regelmäßigen Helfern sowie vielen weiteren Unterstützern, die punktuell mit anpacken. Über 100 Kinder nehmen an den verschiedenen Projekten, Zeltcamps und Ferienangeboten teil – die einzelnen Projekte sind auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt. "Die Tür ist bei uns auf", betont Mielke. Jeder ist willkommen, unabhängig von Alter, Herkunft oder Behinderung. Besonders bewegend sind für ihn die Momente, wenn Kinder mit und ohne Einschränkungen selbstverständlich zusammenspielen: "Das haben wir nicht geplant, das ist einfach passiert."
Wie man helfen kann
Der Verein bittet nicht direkt um Spenden, sondern um Unterstützung beim Bekanntmachen: Wer den Spenden-Link teilt und weitergibt, hilft bereits. Vielleicht erreicht die Botschaft so Menschen, die den Verein unterstützen können – damit der Runde Tisch Marxloh auch weiterhin ein wichtiger Anlaufpunkt im Stadtteil bleiben kann. Hier kommt ihr zur Spendenseite.