
Roboter am Skalpell
„Da Vinci“ – so heißt das vierarmige Robotersystem, das aus dem OP nicht mehr wegzudenken ist. Keine Sorge: Der Roboter führt die Operation nicht selbst durch. Er hängt wie eine Kralle über dem Patienten und wird vom Chirurgen gesteuert. Möglich wird das durch präzise Greifarme und hochauflösende Kameras. Die Eingriffe erfolgen minimalinvasiv, also über kleine Schnitte. Das fördert eine schnellere Heilung und verringert das Risiko von Komplikationen.
So läuft es ab:
Wir durften eine Bauchspeicheldrüsen-Operation begleiten. Dabei sollte ein großer Teil des Organs entfernt werden. Bevor der Eingriff beginnen konnte, wurde der OP gründlich vorbereitet und die Technik – insbesondere das Robotersystem – sorgfältig überprüft. Den gefliesten Operationssaal mit all den Zangen, Scheren und Spritzen bekommen die Patienten nicht zu Gesicht. Sie werden bereits in Narkose in den OP gebracht.
Präzise Schritt für Schritt:
Damit genug Platz zum Arbeiten ist, wird der ganze Bauchraum mit Gas aufgepumpt. Anschließend werden vier kleine Schnitte gemacht, durch die Rohre gelegt werden (sogenannte Trokare). Jetzt ist ein Zugang da, durch den die Roboterarme von „Da Vinci“ eingeführt werden können. Im Gegensatz zum Blinddarm, der sehr leicht zu erreichen ist, ist der Zugang zur Bauchspeicheldrüse deutlich schwerer. Sie liegt hinter dem Magen und dem Bauchfell. Das heißt, der Magen muss angehoben und von innen an die Bauchdecke genäht werden, und das Bauchfell muss eingeschnitten werden. Das geht mit den Roboterarmen sehr gut. Von außen können die OP-Helfer Nadel und Faden „durchreichen“, und mittels Stromstößen ist das Durchtrennen von Gewebe kein Problem. Am Ende der Operation muss lediglich einer der vorhandenen Schnitte geweitet werden. Dadurch wird das abgetrennte Stück Bauchspeicheldrüse entnommen.
Fast wie im Computerspiel
Die Bedienkonsole erinnert an die Spielautomaten in Gaming-Hallen. Der Chirurg sitzt in einer Art Box und steckt seinen Kopf in eine Vorrichtung, die mit zwei „Gucklöchern“ wie eine 3D-Brille aufgebaut ist, und schaut genau auf die Kameraansicht. Durch die 3D-Ansicht kann Dr. Schimmack alles so genau sehen, als würde er mit seinem Kopf im Bauch des Patienten stecken. Seine Hände stecken jeweils in einer Art Schlaufe, und die Roboterarme übernehmen exakt seine Handbewegungen. Mittels der Fußpedale können dann z. B. Stromstöße abgegeben werden, die das Gewebe durchtrennen und gleichzeitig veröden. Der Vorteil: Die Arbeit ist genauso präzise wie mit den Händen und immer zitterfrei. Die Ansicht ist außerdem sehr detailliert und übersichtlich.
Über das Bethesda Krankenhaus in Hochfeld
Ich bin selbst in diesem Krankenhaus geboren und weiß, dass hier gut die Medizin gemacht wurde und wird.
Das sagt Dr. Simon Schimmack selbst. Nachdem die Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Bethesda-Krankenhauses nach Wedau verlegt wurde, haben viele Patienten ihre Patientenakten abgeholt und direkt gewechselt. Umzugspläne für die Zukunft stehen zwar fest, doch bis es so weit ist, freuen sich die Ärzte über jeden Menschen, dem sie helfen können.
Wir sind weiterhin für Sie da und freuen uns, wenn Sie kommen.
Wenn der Umzug ansteht, werden alle Patienten rechtzeitig informiert. Bis dahin wird im Bethesda weiterhin operiert, beraten und geholfen.
