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Rekord-Niedrigwasser schadet Duisburger Wirtschaft
© Eugen Shkolnikov
Niedrigwasser in Duisburg setzt Wirtschaft unter Druck
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Rekord-Niedrigwasser schadet Duisburger Wirtschaft

Das Rekord-Niedrigwasser am Rhein in Duisburg belastet Unternehmen und Lieferketten. Warum die IHK jetzt mehr Geld und eine Taskforce fordert.

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Der Rheinpegel in Duisburg-Ruhrort ist auf 149 Zentimeter gefallen, der Stand ist niedrig wie nie. Für viele Unternehmen hat das direkte Folgen: Transporte werden schwieriger, Lieferketten geraten unter Druck und die Kosten steigen. Die IHKs entlang des Rheins sprechen von einer angespannten Lage für Wirtschaft und Logistik. Besonders betroffen sind Betriebe, die auf große Gütermengen per Schiff angewiesen sind. Dazu gehören unter anderem Industrie- und Logistikunternehmen entlang des Rheins.

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Folgen für Logistik und Produktion am Niederrhein

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Nach einer Umfrage der IHKs sind drei Viertel der befragten Unternehmen vom Niedrigwasser betroffen. 78 Prozent melden höhere Kosten, 72 Prozent mussten ihre Logistikprozesse umstellen. Fast jedes dritte Unternehmen schränkt laut Umfrage bereits die Produktion ein, sechs Prozent haben Produktionsprozesse gestoppt. 13 Prozent sehen sogar die Existenz ihres Standortes gefährdet. Besonders deutlich zeigt sich die Belastung bei den Logistikkosten: Gut die Hälfte der Unternehmen meldet einen Anstieg um mindestens 25 Prozent. Bei knapp einem Drittel sind die Kosten demnach sogar um 50 Prozent oder mehr gestiegen.

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Duisburger IHK unterstützt Idee einer Taskforce

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Werner Schaurte-Küppers, Präsident der Niederrheinischen IHK, sagt:

„Was noch vor Wochen auf ein Binnenschiff passte, muss heute aufgeteilt werden.“

Außerdem warnt er vor teureren Transporten und zunehmendem Druck auf die Lieferketten. Die IHK unterstützt deshalb den Vorschlag von NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer für eine Niedrigwasser-Taskforce. Nach Vorstellung der Kammern sollen Bund, Länder, Wirtschaft und Häfen gemeinsam an Lösungen arbeiten. Aus Sicht der IHK ist das Problem seit Jahren bekannt. Schaurte-Küppers macht deutlich, dass aus Sicht der Wirtschaft seit dem Extrem-Niedrigwasser 2018 zu wenig passiert ist.

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Mehr Geld für den Rhein als Wasserstraße gefordert

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Die IHKs fordern nach eigenen Angaben jährlich 2,5 Milliarden Euro für die Wasserstraßen in Deutschland. Das Geld soll unter anderem in die Modernisierung der Wasserstraße, die Optimierung der Fahrrinne des Rheins und in Forschung fließen. Davor Sertic, Präsident der Union Europäischer Industrie- und Handelskammern für Verkehr und Mobilität, betont, Niedrigwasser sei kein regionales Problem. Es gehe um industrielle Lieferketten und die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Deutschland. Auch schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren seien aus Sicht der IHKs nötig. Zusätzlich solle der Bund Maßnahmen aus dem Aktionsplan Niedrigwasser Rhein konsequent umsetzen.

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Umfrage zeigt breite Sorgen in der Wirtschaft

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Für die Befragung wurden laut IHK vom 29. Juli bis zum 4. August mehr als 150 Unternehmen entlang des Rheins befragt. Mehr als drei Viertel der teilnehmenden Betriebe stammen aus den Bereichen Logistik und Industrie. Die Ergebnisse deuten auch auf mögliche Folgen für künftige Entscheidungen hin. Rund ein Drittel der Unternehmen will demnach künftig weniger Güter per Schiff transportieren lassen. Rund ein Viertel plant, die Lagerhaltung anzupassen. Damit könnte das Niedrigwasser nicht nur kurzfristige Probleme auslösen, sondern auch langfristige Folgen für Standorte und Lieferwege haben.

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