Ratssondersitzung: Nahverkehrsplan und 6-Seen-Wedau

Kurze Tagesordnung aber wichtige Themen: Der Stadtrat trifft sich heute um 15 Uhr zu einer Sondersitzung. Unter anderem steht die Ausbesserung des umstrittenen Nahverkehrsplan auf der Agenda.

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Demonstration, Beschwerden und Online-Petition. Seitdem die DVG im Oktober den Fahrplan umgestellt hat, gibt es Kritik. Einige Duisburger müssen beispielsweise weiter laufen, weil Haltestellen weggefallen sind. Jetzt reagiert die Politik und will prüfen lassen, wo am Nahverkehrsplan nachgebessert werden kann. Dazu soll sich die Verwaltung einerseits die Erfahrungsberichte der DVG anschauen, aber auch das Feedback der Bürger auswerten. In einer der kommenden Ratssitzungen sollen die Ergebnisse dann vorgestellt werden.


Rat spricht über 6-Seen-Wedau

Außerdem steht die Entscheidung zum Beabauungsplan für das Projekt 6-Seen-Wedau an. Eine Entscheidung für den Bebauungsplan ist sehr wahrscheinlich. Lediglich die Duisburger Grünen und Linken verlangen Mediation, eine Art der Vermittlung, bei der alle Beteiligten an einem runden Tisch gemeinsam eine Lösung finden sollen. Neben politischem Gegewind wird es später auch bürgerlichen Protest geben. Die Initiative "Rettet die Sechs-Seen-Platte" wird sich vor dem Rahtaus gegen die anstehende Entscheidung im Rat stellen. Sie fordert unter anderem mindestens 20% sozialen Wohnungsbau im neuen Quartier, auf Fahrrad und ÖPNV ausgelegte Infrastruktur und mehr Grünflächen als aktuell geplant sind. Von Seiten der Stadt heißt es, diese Forderungen können auch noch diskutiet werden, nachdem der Bebauungsplan verabschiedet wurde.

Dezernenten-Wahl

Im Rat geht es auch um Personalentscheidungen. Astrid Neese war bisher Chefin der Duisburger Agentur für Arbeit. Heute Nachmittag wird Oberbürgermeister Sören Link sie als neue Kandidatin für den Posten "Beigeordnete für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales vorschlagen. Neese wird dann für acht Jahre gewählt. Sie wird also sehr wahrscheinlich Thomas Krützberg beerben. Der Verwaltungsexperte und neuer Chef des Immoblienmangements soll dieses wieder auf Kurs bringen. Unter anderem Personalprobleme haben immer wieder dafür gesorgt, dass Fördermittel nicht zeitnah abgerufen werden konnten bzw. liegen geblieben sind.


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