
Ein 25-jähriger Duisburger steht vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor. Im Februar soll er einen Mann am Hauptbahnhof so heftig gestoßen haben, dass dieser neuneinhalb Meter in die Tiefe stürzte.
Dramatischer Vorfall am Hauptbahnhof
Der Vorfall ereignete sich am 17. Februar 2025 im U-Bahnhof am Duisburger Hauptbahnhof. Nach einem verbalen Streit soll der Angeklagte seinen Kontrahenten gestoßen haben. Das Opfer, das zum Zeitpunkt des Geschehens unter Alkoholeinfluss stand, verlor daraufhin das Gleichgewicht. Der Mann stolperte zwei Treppenstufen herunter und stürzte über ein Geländer. Durch ein Treppenauge fiel er schließlich neuneinhalb Meter in die Tiefe. Die Folgen waren gravierend: Der Geschädigte erlitt schwere Kopf- und Brustverletzungen und lag lange Zeit im Koma.
Angeklagter bestreitet Tötungsabsicht
Zum Prozessauftakt äußerte sich der 25-Jährige zu den Vorwürfen. Er räumte ein, den Mann berührt zu haben – allerdings nur leicht. "Ich habe ihm nur einen Klapps gegen die Schulter gegeben", erklärte der Angeklagte vor Gericht. Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben des Beschuldigten um einen entfernten Verwandten, der sich aggressiv verhalten habe. Mit den schweren Folgen seiner Handlung habe er nicht rechnen können, so der Duisburger.
Verhandlung läuft bis März
Das Landgericht hat für den Prozess drei weitere Verhandlungstage angesetzt. Die Fortsetzung der Hauptverhandlung ist bis Mitte März geplant. Dann wird sich zeigen, ob die Kammer dem Angeklagten Glauben schenkt oder ob sie von einer vorsätzlichen Tat ausgeht.