
Seit heute muss sich ein 30-jähriger Duisburger vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord vor – das mutmaßliche Opfer ist sein eigener Cousin.
Vorfall im Dellviertel: Angriff mit Auto und Messer
Der Vorfall ereignete sich am 6. Mai 2025 auf der Musfeldstraße im Dellviertel. Nach Angaben der Anklage fuhr der 30-Jährige mit seinem Auto gezielt auf seinen Cousin zu, der an einer Tankstellenzufahrt stand. Mit einer Geschwindigkeit von 38 Stundenkilometern sei er auf den Mann zugefahren. Das mutmaßliche Opfer konnte im letzten Moment zur Seite springen. Das Fahrzeug streifte ihn nur, dennoch stürzte er zu Boden und erlitt leichte Verletzungen.
Staatsanwaltschaft sieht heimtückisches Handeln
Die Staatsanwaltschaft geht von Tötungsabsicht und heimtückischem Handeln aus. Als besonders belastend wertet die Anklage, dass der 30-Jährige nach dem Vorfall mit einem Messer in der Hand aus dem Auto stieg. Nur das Eingreifen von Zeugen habe weitere Taten verhindert.
Angeklagter spricht von Familienzwist
Zum Prozessauftakt äußerte sich der Angeklagte zu den Hintergründen der Tat. Er verwies auf einen langjährigen Familienzwist zwischen seinem Vater und dessen drei Brüdern. Eine Tötungsabsicht bestreitet der 30-Jährige. Er habe mit dem Auto sogar noch einen ausweichenden Schlenker gemacht.
Das Gericht hat für das Verfahren bis April acht weitere Verhandlungstage angesetzt.