Prozess um totes Baby aus Rumeln: Prozess startet mit Überraschung

Ein grausamer Fall aus Duisburg ist jetzt vor Gericht: Ermittler finden bei einer Frau ein totes Baby - versteckt in Laken und Plastiktüten. Die Mutter muss sich jetzt wegen Totschlags verantworten. Dabei wirft ein Gutachten vor Gericht ein anderes Licht auf den Fall.

© Radio Duisburg

Die Polizei ist bei der Festnahme im Dezember noch davon ausgegangen, dass die 36-Jährige ihr Kind erstickt habe. Ein toxikologisches Gutachten deutet am ersten Prozesstag aber die Wende an: Der Drogenkomsum der Mutter könnte die Todesursache gewesen sein. In der Baby-Leiche wurde eine hohe Konzentration von Amphetaminen gefunden.

Noch wenige Stunden vor der Geburt Drogen genommen

Die Mutter hat im Gericht zugegeben, dass sie nicht nur während der ganzen Schwangerschaft, sondern auch kurz vor den Wehen Drogen zu sich genommen habe. Ihr Kind habe sie dann zuhause in der Badewanne zur Welt gebracht.

Kein Lebenszeichen vom Baby

Nach der Geburt rührte sich das Kind laut Aussage der Mutter dann nicht. Weil sie nicht gewusst habe was sie tun solle, wickelte sie das Baby in Handtücher und verschnürte es in Plastikttüten.

Was hat der Fall in Rumeln mit dem toten Baby "Mia" zu tun?

Die Polizei war der 36-Jährigen im Dezember nur durch Zufall auf die Schliche gekommen. Eigentlich hatten die Ermitter die Wohnung in Rumeln durchsucht, um Hinweise zum toten Baby "Mia" zu finden.

Mia war vor neun Monaten tot in einem Altkleidercontainer gefunden worden. In diesem Fall wartet die Polizei immer noch auf die Ergebnisse eines Spezial-Gutachtens aus München. Das soll Aufschluss darüber geben, wo "Mias" Mutter herkommt und wo sie gelebt hat. Das Gutachten soll in einigen Wochen vorliegen.

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