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Prozess in Duisburg: Mann stürzt neun Meter tief in U-Bahnhof – Totschlag?
© Radio Duisburg
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Prozess in Duisburg: Mann stürzt neun Meter tief in U-Bahnhof – Totschlag?

Vor dem Landgericht Duisburg hat heute der Prozess gegen einen 25-Jährigen begonnen, der einen Mann am Hauptbahnhof eine Treppe hinuntergestoßen haben soll. Das Opfer stürzte neuneinhalb Meter in die Tiefe und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Fall im Detail.

Veröffentlicht: Donnerstag, 19.02.2026 11:52

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In Duisburg hat der Prozess gegen einen 25-Jährigen begonnen, der einen Mann neuneinhalb Meter in die Tiefe gestoßen haben soll. Der Vorfall ereignete sich am 17. Februar 2025 im U-Bahnhof am Duisburger Hauptbahnhof. Nach einem verbalen Streit soll der Angeklagte sein Gegenüber – einen entfernten Verwandten – gestoßen haben. Der alkoholisierte Mann stolperte zwei Treppenstufen herunter, stürzte über ein Geländer und fiel durch ein Treppenauge in die Tiefe.

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Angeklagter: "Nur ein Klapps gegen die Schulter"

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Zu Prozessbeginn am König-Heinrich-Platz äußerte sich der 25-Jährige zu den Vorwürfen. Er räumte zwar die körperliche Auseinandersetzung ein, stellte den Ablauf aber anders dar. Nach seiner Darstellung habe er dem aggressiv auftretenden Mann lediglich einen Klapps gegen die Schulter gegeben. Mit den schweren Folgen habe er nicht rechnen können.

Die Staatsanwaltschaft sieht den Sachverhalt offenbar anders und geht von versuchtem Totschlag aus. Dieser Vorwurf setzt voraus, dass der Täter den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen hat.

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Prozess läuft bis Mitte März

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Das Landgericht Duisburg hat für den Prozess insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt. Die nächsten Termine finden bis Mitte März statt. Dann wird sich zeigen, ob das Gericht der Version des Angeklagten folgt oder ihm eine schwere Gewalttat zur Last legt.

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