
Schon in zweiter Instanz stand ein 65-jähriger heute (10.12.) vor dem Duisburger Landgericht. Im November 2023 hat er seinen Postboten rassistisch beleidigt und bedroht. Hintergrund der Auseinandersetzung ist der Streit um eine Vollmacht. Der 65-Jährige wollte ein Paket für seine pflegebedürftige Mutter annehmen, hatte aber keine gültige Vollmacht. Der Postbote wollte ihm das Paket daraufhin nicht aushändigen. Der Mann hat es ihm schließlich entrissen, ihn beleidigt und mit Pfefferspray bedroht.
Hin und Her vor Gericht: Hatte der Mann eine Vollmacht?
Vor Gericht hat der Mann aber behauptet, dass er eine Vollmacht hatte. Das konnte aber weder der Postbote, der als Zeuge vorgeladen worden ist, bestätigen, noch geht das aus den Berichten der Polizei hervor. Diese ist letztlich zum Schlichten des Vorfalls gekommen und hat den Mann schließlich mit Handschellen in Gewahrsam genommen worden ist. Die ursprünglich eingelegte Berufung gegen das Urteil ist deshalb zurückgenommen worden. Trotzdem kommt der Mann verhältnismäßig günstig davon. Die Strafe beläuft sich jetzt auf 1200 Euro- beim ursprünglichen Strafbefehl standen noch 3500 Euro zur Debatte.