
Nach über einem Jahrzehnt erfolgreicher Präventionsarbeit verabschiedet sich Nordrhein-Westfalen von der Kampagne "Riegel vor!" und beteiligt sich künftig an der bundesweiten Initiative K-Einbruch. Innenminister Herbert Reul begründet den Schritt mit der notwendigen Weiterentwicklung der Präventionsarbeit.
Bundesweite Strategie löst Landeskampagne ab
"Präventionsarbeit muss sich ständig weiterentwickeln. Sie muss Menschen erreichen und manchmal sogar wachrütteln", erklärt Innenminister Herbert Reul. Die Initiative K-Einbruch greift die bisherigen Maßnahmen auf und ergänzt sie bundesweit. Der Minister verweist darauf, dass Einbrecher nicht an Ländergrenzen haltmachen – eine bundesweite Kampagne sei daher der logische nächste Schritt.
Erfolgreiche Bilanz von "Riegel vor!"
Seit 2011 setzte "Riegel vor!" in NRW auf technische Einbruchsprävention und qualifizierte Polizeiberatung. Die Kampagne sensibilisierte zahlreiche Bürger für den Schutz ihrer Wohnungen und Häuser. Knapp die Hälfte aller angezeigten Wohnungseinbrüche bleibt mittlerweile im Versuch stecken – ein Trend, der maßgeblich auf verbesserte einbruchshemmende Ausstattung zurückzuführen ist. Die polizeilichen Präventionsdienststellen und "Riegel vor!" trugen wesentlich zu diesem Erfolg bei.