Personalsuche in der Gastrobranche

Sie bringen uns unser Essen an den Tisch, zapfen unser Bier, betreuen uns im Hotel. Und es dürfte gerne mehr von ihnen geben. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband sieht Lücken. Gerade Fachkräfte und Azubis fehlen. Auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten warnt und fordert: faire Bezahlung und bessere Umstände.

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Die Gastronomiebranche erholt sich nur langsam von Schließungen und Einschränkungen. Das hat uns ein Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Duisburg gesagt. Die Jobs, die klassischerweise von Studenten gemacht werden, erleben wieder Aufwind. Zu Beginn des Wintersemesters habe es viele Anfragen für Jobs im Bereich Barkeeper, Kellner oder Kellnerin gegeben. Eine Prognose für die kommenden Monate abzugeben sei aber kaum möglich. Schwieriger stelle sich die Situation für Hoteliers da. Man suche händeringend Fachkräfte und Azubis. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Ruhrgebiet fordert deshalb einen Mindestlohn von „12 plus X Euro“, ob in der Kneipe oder im Luxushotel und neue Lohnstufen auf einer „Gastro-Karriereleiter“. Die Gewerkschaft warnt: im gesamten Spektrum fehlen Menschen. Von der Imbissbude bis zum Restaurant.

Barkeeper - ein Traumjob für Studenten?

© Fährmann
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Während des Studiums kellnern oder hinter der Bar stehen - eigentlich eine sichere Bank und ein Nebenberuf, der in der Regel ganz ordentlich bezahlt wird. Durch die Pandemie mussten sich allerdings viele Studenten umorientiert, haben sich andere Jobs gesucht. Das hat die Gewerkschaft NGG beobachtet. Der DEHOGA Duisburg verzeichnet allerdings seit Beginn des Wintersemesters wieder einen Anstieg im Berufsfeld. Eine Prognose für die kommenden Monate sei aufgrund der aktuellen Situation aber schwierig.

Was spricht für Jobs als Kellner oder Barkeeper? Wir haben unseren Reporter Nils Halberscheidt in den Fährmann nach Neudorf geschickt. Dort hat er unter den wachsamen Augen von Barkeeper Rezan ein Kurzpraktikum gemacht.

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Christian Rademaker ist einer von vier Fährmann-Chefs. Er hat die Kneipe mitten in der Pandemie übernommen und kennt quasi nur eingeschränkten Betrieb. Wir haben auch mit ihm über Personalmangel, die Vorteile des Barkeeper-Seins und darüber gesprochen, ob Kneipier sein so cool ist, wie es klingt.

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