
In Duisburg haben die Menschen bald die Möglichkeit, über die Beteiligung ihrer Stadt an den Olympischen und Paralympischen Spielen mitzubestimmen. Von Mitte März bis zum 19. April läuft ein Bürgerentscheid, bei dem rund 351.000 stimmberechtigte Duisburgerinnen und Duisburger per Brief abstimmen können. Der Ratsbürgerentscheid findet dabei gleichzeitig mit den Abstimmungen in den anderen 16 Städten der Region statt. Der Rat hat das am Dienstag (24.02.) einstimmig per Eilbeschluss entschieden.
Duisburg ist Teil der gemeinsamen Bewerbung der Region unter dem Namen „KölnRheinRuhr“ für die Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Die Zustimmung der Bevölkerung ist entscheidend: Ohne sie kann die Stadt nicht offiziell an der Bewerbung teilnehmen.
So läuft die Abstimmung ab
Der Ratsbürgerentscheid wird als reine Briefabstimmung ohne Beantragungsverfahren durchgeführt. Ab dem 16. März werden die Abstimmungsbenachrichtigungen und Unterlagen automatisch verschickt – ähnlich wie bei einer Briefwahl. Die Bürgerinnen und Bürger beantworten dabei die Ja-/Nein-Frage:
„Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Duisburg an der gemeinsamen Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“
Damit der Bürgerentscheid gültig ist, müssen mindestens zehn Prozent der Abstimmungsberechtigten teilnehmen. Die Unterlagen können entweder postalisch zurückgeschickt oder am Abstimmungstag, Sonntag, 19. April, direkt im Rathaus oder Wahlamt abgegeben werden.
Sportstätten in Duisburg für Olympia
Sollte Duisburg an der Bewerbung teilnehmen, sollen "etablierte und international erprobte Sportstätten" in Duisburg genutzt werden, so die Stadt. Die Regattabahn im Sportpark Duisburg wäre Austragungsort für Wettbewerbe im Rudern und Kanu sowie für Para Rudern und Para Kanu. In der Schauinsland-Reisen-Arena könnten die Disziplinen des olympischen und paralympischen Sportkletterns stattfinden, darunter Bouldern, Lead und Speed.
Konkurrierende Städte in Deutschland
Bei der nationalen Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele hat die Region KölnRheinRuhr noch starke Konkurrenz. Neben Duisburg und den anderen beteiligten Städten kämpfen auch Berlin, Hamburg und München um die Austragung der Spiele. Nach Abschluss aller Bürgerentscheide in den 17 Kommunen wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) voraussichtlich am 26. September 2026 die finale Entscheidung treffen, welche Region Deutschland offiziell vertreten wird.