
Die Stadt Duisburg hat eine Zwischenbilanz ihrer „Null-Toleranz“-Aktionen gezogen. Das Bürger- und Ordnungsamt war gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben im ersten Halbjahr 2026 jeden Monat wieder in verschiedenen Stadtteilen im Einsatz. Betroffen waren die Altstadt, das Dellviertel, Hamborn, Marxloh, Walsum, Rheinhausen, Hochfeld, Meiderich, Duissern, die Innenstadt und Neudorf. Von Januar bis Juni sind mehr als 7.400 Maßnahmen zusammengekommen.
Müll und Schrottautos in den Stadtteilen
Ein Schwerpunkt der Aktionen lag erneut auf illegal entsorgtem Müll. In den vergangenen sechs Monaten wurden 120 wilde Müllkippen entdeckt und durch die Wirtschaftsbetriebe beseitigt. In 88 Fällen konnten die Kosten den jeweiligen Verursachern in Rechnung gestellt werden. Die Abfallaufsicht leitete außerdem 90 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, etwa wegen illegal entsorgter größerer Müllmengen. Hinzu kamen 58 festgestellte Schrottfahrzeuge.
Kontrollen durch Außendienst und Verkehrsüberwachung
Auch der Städtische Außendienst war parallel im Einsatz. Dabei wurden 58 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, zwei Platzverweise ausgesprochen und zwei unerlaubte Sondernutzungen festgestellt. Dazu kamen 65 Verwarnungsgelder, unter anderem wegen Ruhestörungen, aggressiven Bettelns, Rauchens auf Kinderspielplätzen und wegen freilaufender Hunde. Außerdem kennzeichnete der Außendienst 11 Gefahrenfahrzeuge und 67 Schrottfahrzeuge. Besonders hoch fällt in der Halbjahresbilanz die Zahl der Verstöße im Straßenverkehr aus. Die Verkehrsüberwachung erteilte 4.367 kostenpflichtige Verwarnungen und Bußgelder wegen verbotswidrigen Haltens oder Parkens, 31 Fahrzeuge wurden abgeschleppt.
Viele Tempoverstöße im Straßenverkehr
Neben Falschparkern standen auch Temposünder im Fokus der Kontrollen. Im fließenden Verkehr sprach die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung nach Angaben der Stadt insgesamt 2.368 kostenpflichtige Verwarnungen und Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen aus. Die Zahlen zeigen, dass die Null-Toleranz-Aktionen nicht nur die Müllproblematik betreffen, sondern auch das Verhalten im öffentlichen Raum und im Straßenverkehr. Die Stadt setzt mit den Aktionswochen nach eigenen Angaben auf sichtbare Präsenz in den Stadtteilen. Ziel ist es, Ordnungswidrigkeiten früh zu ahnden und das Sicherheitsgefühl vor Ort zu stärken. Die Maßnahmen laufen bereits seit Ende 2016.
Mehr als 92.000 Maßnahmen seit dem Start
Nach Angaben der Stadt wurden seit dem Beginn der Aktionswochen Ende 2016 inzwischen mehr als 92.000 Maßnahmen durchgeführt. In den Jahren 2020 bis 2022 gab es wegen der Corona-Pandemie keine Null-Toleranz-Aktionen. Seitdem hat die Stadt das Format wieder aufgenommen und setzt es weiter monatlich in verschiedenen Stadtteilen um.