
Grundschule in Duisburg: Kinder beteiligen sich an Neugestaltung des Schulhofs
An der Grundschule Tonstraße in Duissern stehen seit den Herbstferien zwei neue Klettergerüste. Das Besondere: Die Schüler haben aktiv mitentschieden – von der Planung bis zur Finanzierung.
Veröffentlicht: Freitag, 06.03.2026 13:01
Die Grundschule Tonstraße in Duisburg-Duissern hat zwei neue Klettergerüste bekommen - und die Schülerinnen und Schüler haben sich aktiv dafür eingesetzt. Während einer Projektwoche im Frühjahr 2025 beschäftigten sich die Kinder unter anderem intensiv mit der Gestaltung ihres Schulhofs. Dabei entstand das Schulhofparlament – eine Gruppe engagierter Schüler, die ein klares Ziel verfolgten: Die alte, marode Kletterspinne sollte durch moderne Spielgeräte ersetzt werden.
Die Kinder sammelten Informationen in allen Klassen, diskutierten Kosten und Anforderungen. "Wir haben überlegt, wie viele Kinder mindestens darauf spielen können sollten und wie viel es maximal kosten darf", erzählt der neunjährige Jakob aus der 3c.
Mutige Aktion: Schüler überzeugen den OB
Der Höhepunkt des Projekts: Zwei Schüler nahmen an einer Kindersprechstunde beim Oberbürgermeister teil. "Als wir da rauskamen, hatten wir ein total gutes Gefühl", erinnert sich Jakob. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten – einen Monat später kam die Zusage für die Finanzierung.
Moderne Spielgeräte statt alter Kletterspinne
Die neue Anlage bietet deutlich mehr Möglichkeiten als die über 20 Jahre alte Kletterspinne. "Da sind so viele Sachen dran – man kann klettern, sich hinlegen und ganz oben sitzen", schwärmt die achtjährige Miray aus der 3b. Besonders wichtig für die Kinder: Auf den neuen Geräten können deutlich mehr Schüler gleichzeitig spielen. Der neunjährige Deniz aus der 4b betont: "Weil es jetzt zwei gibt, können mehr Kinder drauf. Das macht einfach mehr Spaß."
Echte Mitbestimmung im Schulalltag
Die Schüler durften nicht nur ihre Wünsche äußern, sondern auch konkret mitplanen. Sie recherchierten im Internet nach geeigneten Klettergerüsten, schrieben Briefe und führten zahlreiche Sitzungen durch.
"Die Kinder fühlen sich ernst genommen und sehen, dass sie mit ihrer Stimme etwas bewegen können", erklärt Schulleiterin Verena Bassiel.
Schulhof wird bunter und lebendiger
Der Unterschied ist deutlich sichtbar: "Es ist viel bunter geworden und deutlich mehr Kinder nutzen jetzt den unteren Schulhof", berichtet Bassiel. Wo früher nur die alte Kletterspinne und ein oft laubbedeckter Sandkasten standen, herrscht nun reges Treiben.
Die zehnjährige Maja aus der 4d freut sich besonders über die Langlebigkeit: "Sie halten einfach lange, obwohl 400 Kinder am Tag darauf spielen."
In der vergangenen Woche wurden die beiden Klettergerüste offiziell mit allen Klassen eingeweiht – als sichtbares Zeichen dafür, was Kinder erreichen können, wenn man ihnen echte Mitbestimmung ermöglicht.
