
Der Zoo Duisburg hat tierischen Zuwachs in seiner Südamerika-Anlage bekommen. Ein Capybara-Weibchen ist dort eingezogen und ergänzt künftig die bestehende Gemeinschaftsanlage mit Tapiren und Großen Ameisenbären. Das Tier kam am Mittwoch aus dem Zoo Krefeld nach Duisburg. Aktuell läuft die Eingewöhnung noch vorsichtig und in mehreren Schritten. Deshalb lebt das Weibchen zunächst in einem Vorgehege. Erst danach wird es nach und nach mit den anderen Tieren zusammengeführt.
Eingewöhnung in der Südamerika-Anlage läuft schrittweise
Nach Angaben des Zoos bietet die Anlage gute Bedingungen für das neue Tier. Es gibt Wasserflächen, Rückzugsorte und eine naturnahe Gestaltung. Revierleiter Florian Thaller sagt: „Capybara sind sehr soziale und anpassungsfähige Tiere. Uns war wichtig, ihm ausreichend Raum und Struktur zu bieten, damit es sich sicher fühlt und sein natürliches Verhalten zeigen kann“. Der Zoo setzt damit auf eine behutsame Vergesellschaftung. So soll sich das Weibchen langsam an die neuen Mitbewohner gewöhnen. Zu der Gruppe gehören zwei Tapire und Große Ameisenbären.
Südamerika rückt in Duisburg stärker in den Fokus
Mit dem neuen Capybara rückt laut Zoo auch die Tierwelt Südamerikas stärker in den Mittelpunkt. Der Kontinent gehört zu den artenreichsten Regionen der Erde. Gleichzeitig stehen viele Lebensräume dort unter Druck. Als Gründe nennt der Zoo Lebensraumverlust, Klimawandel und menschliche Eingriffe. Zoologische Gärten wollen in diesem Zusammenhang Aufmerksamkeit für bedrohte Lebensräume schaffen. Außerdem sollen Besucher mehr über deren Bedeutung erfahren.