
Der stark versiegelte Parkplatz an der Glückauf-Halle in Hochheide soll deutlich grüner werden. Die Stadt Duisburg plant die Pflanzung von rund 40 Bäumen auf dem Platz und in den angrenzenden Straßen. Die Maßnahme ist Teil des Stadtteilentwicklungskonzepts und soll das Mikroklima im Viertel verbessern.
Hochheide leidet unter Hitzeinseln
Der Stadtteil Hochheide zählt zu den am stärksten von Hitze betroffenen Gebieten in Duisburg. Eine aktuelle Umweltanalyse zeigt: Die hohe thermische Belastung beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Besonders stark befahrene Straßen und Plätze heizen sich im Sommer extrem auf – es fehlt schlicht an Grün und Schatten. Der Parkplatz an der Doktor-Kolb-Straße ist derzeit fast vollständig versiegelt. Besucher der Glückauf-Halle finden kaum Schattenflächen. Das soll sich nun ändern.
40 Bäume für besseres Stadtklima
Die Umgestaltung ist eine von sechs Maßnahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts für Hochheide. Nach der Einreichung des Förderantrags im September 2024 erhielt die Stadt im Sommer 2025 die Förderzusage. Jetzt kann die Planung konkret werden. Auf dem Parkplatz selbst sollen etwa 20 Bäume in speziellen Versickerungsrigolen gepflanzt werden. Diese Rigolen haben einen doppelten Nutzen: Sie speichern Regenwasser und versorgen die Bäume auch bei Trockenheit. Gleichzeitig wird die Verdunstung gefördert, was die Temperatur spürbar senkt. In den angrenzenden Straßen – Charlottenstraße, Doktor-Kolb-Straße und Luisenstraße – kommen weitere 20 Straßenbäume hinzu. Sie sollen besonders überhitzte Bereiche verschatten.
Entsiegelung und Regenwasser-Management
Neben der Bepflanzung plant die Stadt, die Randbereiche des Platzes zu entsiegeln und ökologisch aufzuwerten. Die Versickerungsrigolen tragen zudem zur Wasserrückhaltung bei Starkregen bei – ein wichtiger Aspekt angesichts zunehmender Extremwetterereignisse. Die klimarobusten Baumarten werden nach dem städtischen Straßenbaumkonzept von 2010 ausgewählt. Sie sollen auch künftigen Klimaveränderungen standhalten.
1,3 Millionen Euro Gesamtkosten
Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 1,34 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 187.000 Euro auf die Planungskosten bis zur Leistungsphase 6. Die Stadt erhält eine Förderung von 80 Prozent aus Mitteln der Städtebauförderung. Das Umweltamt und das Amt für Stadtentwicklung übernehmen die Projektsteuerung. Alle Planungs- und Bauleistungen werden extern vergeben.
Umsetzung bis 2028 geplant
Nach der Beschlussfassung soll die Vergabe der Planungsleistungen zügig beginnen. Eine detaillierte Kostenschätzung muss bis Herbst 2026 beim Fördergeber vorliegen. Im Frühjahr 2027 soll die Ausführungsplanung eingereicht werden. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für 2028 vorgesehen. Dann soll der Parkplatz an der Glückauf-Halle nicht nur grüner, sondern auch deutlich angenehmer für Besucher sein – mit mehr Schatten, besserer Luft und einem spürbar verbesserten Mikroklima.