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Eine Rakete schlägt in Abu Dhabi ein – nur wenige hundert Meter von der Duisburgerin Christine entfernt.
© Radio Duisburg
Eine Rakete schlägt in Abu Dhabi ein – nur wenige hundert Meter von der Duisburgerin Christine entfernt.
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Nach Angriffen von Iran: Duisburgerin sitzt in Abu Dhabi fest

Nach den Angriffen des Iran steigen Rauchwolken über arabischen Großstädten auf. Flughäfen liegen lahm, Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht auslaufen, und tausende Reisende sitzen fest – darunter auch eine Duisburgerin. So schildert sie ihre Erlebnisse.

Veröffentlicht: Montag, 02.03.2026 10:57

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Nach iranischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate und umliegende Länder sitzen tausende Reisende fest. Unter ihnen ist auch die Duisburgerin Christine, die sich aktuell an Bord der „Mein Schiff 4“ befindet. Das Kreuzfahrtschiff liegt im Hafen von Abu Dhabi und kann vorerst nicht auslaufen. Nur wenige hundert Meter Luftlinie vom Liegeplatz sei am Samstag eine Rakete in ein Hafengebäude eingeschlagen, berichtet Christine.

„Alle mussten aufs Schiff zurück. Dort befinden wir uns jetzt noch immer. Wir bleiben erstmal im Hafen, weil das laut Kapitän der sicherste Ort für uns Kreuzfahrtpassagiere ist“, sagt sie. Die Situation an Bord beschreibt sie als ruhig, aber belastend. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Passagiere ihre Balkone nicht nutzen, auch die Außendecks bleiben gesperrt. „Wir sind alle in den Innenbereichen eingepfercht und können kaum noch rausgehen. Ein WLAN-Bereich wurde eingerichtet, damit wir unsere Liebsten zu Hause informieren können. Wir lenken uns in der Zwischenzeit mit Fitnessstudio, Sauna und Bordaktivitäten ab.“

An Bord herrscht nach ihren Angaben eine Mischung aus Anspannung und Routine. „Die Crew ist sehr gut organisiert, versucht, Panik zu vermeiden, und wir werden mit allem versorgt. Wir sitzen diese Zeit jetzt aus. Wann wir zurückkommen können, ist äußerst fraglich.“

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Unklarheit über Rückkehr und Verlängerung der Reise

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Die Bordkarten der Passagiere wurden zunächst bis zum 9. März verlängert. Eigentlich wäre der 2. März der Abreisetag gewesen. Christine bleibt jedoch gelassen: „Ich bin da eigentlich noch relativ entspannt und hoffe, dass wir bald wieder nach Hause zu unseren Liebsten zurückkommen.“ Auch andere Kreuzfahrtschiffe in der Region wurden festgesetzt.

Kein Weiterkommen gab es am Wochenende auch für Urlauber, die auf Flügen mit arabischen Airlines gebucht waren. Der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate ist derzeit teilweise gesperrt und wird vorsorglich nicht für den zivilen Flugverkehr genutzt. Auch die angrenzenden Länder haben ihre Lufträume ganz oder teilweise geschlossen. Das Auswärtige Amt hatte am Samstag eine Reisewarnung für mehr als ein Dutzend Länder der Region zwischen Libanon und Oman veröffentlicht. Alle Reisenden wurden aufgefordert, sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen und sich bei ihrem Reiseveranstalter oder der Fluggesellschaft über Ausreisemöglichkeiten zu informieren. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes hatten sich bis Sonntagmittag mehr als 10.000 Deutsche in der Golfregion registriert, darunter Urlauber und im Ausland lebende Deutsche.

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Hintergrund: Teil einer breiteren Eskalation

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Die Angriffe des Iran auf die Golfstaaten sind Teil einer größeren militärischen Eskalation zwischen Iran, USA und Israel. Ziel der iranischen Angriffe waren vor allem US-Militärstützpunkte, doch auch zivile Bereiche in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden getroffen. Bei den Angriffen in Abu Dhabi kam mindestens ein Mensch ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. 

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