
Wenn im Herbst die Pflanzen verblühen, muss im Garten nicht alles sofort aufgeräumt werden. Darauf weist der NABU NRW hin. Altgras, Brennnesseln und verblühte Disteln bieten Tieren Verstecke. Auch Totholz und Steinhaufen können Amphibien, Igeln und Schmetterlingen helfen. Fallobst lässt sich in einer geschützten Ecke sammeln: Im Herbst nutzen es unter anderem Wanderfalter, im Winter auch Vögel.
Laubhaufen schützen Igel im Winter
Laub muss nicht mit dem Laubbläser entfernt werden. Der NABU empfiehlt, es auf Beeten zu verteilen, unter Hecken zu fegen oder zu einem Haufen aufzuschichten. Zusammen mit Reisig und Totholz entstehen geschützte Plätze für Tiere. Igel können dort tagsüber Unterschlupf finden und solche ruhigen Orte ab November auch zum Überwintern nutzen. Holz- und Reisighaufen sollten dicht und etwas höher aufgeschichtet sein, damit sie möglichst trocken bleiben.
Verblühte Stauden im Garten stehen lassen
Auch beim Rückschnitt lohnt sich Geduld. In hohlen Stängeln verblühter Stauden können Wildbienen und andere Insekten den Winter verbringen. Die Samenstände von Disteln, Wilder Karde und Königskerze bieten Vögeln Nahrung. Dazu zählen etwa Stieglitze, Buchfinken und Girlitze. Der NABU empfiehlt deshalb, mit dem Rückschnitt bis zum Frühjahr zu warten.
Was ihr im Herbst stattdessen pflanzen könnt
Wer im Garten dennoch etwas tun möchte, kann laut NABU Blumenzwiebeln setzen. Auch frühblühende heimische Sträucher und Bäume kommen infrage. Sie bieten früh fliegenden Wildbienen im kommenden Jahr Nahrung. Gleichzeitig können Laub, Stauden und eine wilde Ecke ungestört bleiben. So lässt sich der Garten vorbereiten, ohne den Tieren ihre Rückzugsorte zu nehmen.