
Der MSV Duisburg trauert um einen der bekanntesten Torhüter seiner Vereinsgeschichte. Manfred Manglitz ist nach Angaben des Vereins am Montag, 13. Juli 2026, nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 86 Jahren gestorben. Der frühere Schlussmann gehörte zur Vizemeister-Mannschaft von 1964, damals noch beim Meidericher SV. Für viele Fans in Duisburg bleibt er deshalb ein wichtiger Teil der Vereinsgeschichte. Auch über seine aktive Zeit hinaus hielt er den Kontakt zum Club. Der MSV erinnert an einen Spieler, der den Verein über Jahrzehnte geprägt hat.
Große MSV-Zeit in Duisburg
Manglitz wurde am 8. März 1940 in Köln geboren und spielte von 1963 bis 1971 für den Meidericher SV beziehungsweise späteren MSV Duisburg. Für die Zebras absolvierte er 192 Spiele. Mit dem Team wurde er 1964 deutscher Vizemeister, ein Erfolg, der bis heute einen besonderen Platz in der Vereinsgeschichte hat. 1966 stand er mit Duisburg außerdem im Finale des DFB-Pokals. Der MSV bezeichnet ihn in seinem Nachruf als einen „ganz Großen“ der eigenen Geschichte. Gerade für ältere Fußballfans in Duisburg ist sein Name eng mit einer der erfolgreichsten Zeiten des Vereins verbunden.
Nationaltorwart und besondere Bundesliga-Momente
Auch über Duisburg hinaus hinterließ Manfred Manglitz Spuren im deutschen Fußball. Für die Nationalmannschaft absolvierte er zwischen 1965 und 1970 vier Länderspiele. Er gehörte außerdem zum deutschen Kader bei der Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko, bei der das Team Dritter wurde. Bundesweit bekannt wurde Manglitz auch durch einen besonderen Bundesliga-Moment: Im Juni 1967 erzielte er per Elfmeter ein Tor und war damit der erste Torwart, dem das in der Bundesliga gelang. Insgesamt kam er in der Bundesliga auf 257 Einsätze für den MSV Duisburg und den 1. FC Köln. Sein Spitzname lautete „Cassius“.
Persönlicher Abschied beim MSV Duisburg
Besonders persönlich fällt der Abschied des MSV aus. In einem Nachruf erinnert Volker Baumann, Vorsitzender des MSV Museum e.V. und langjähriger Freund von Manglitz, an den früheren Torwart. Baumann schrieb:
„Ich verliere mit Manfred einen besonderen Freund, der mir immer in Erinnerung bleiben wird. Mach et jut, Cassius, und halte da oben die Hütte sauber.“
Laut MSV lebte Manglitz seit langer Zeit in Spanien. Dort ist er auch gestorben. Für viele beim Verein und im Umfeld der Zebras endet damit ein weiteres wichtiges Kapitel der Duisburger Fußballgeschichte.